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Evangelische Fachhochschule..., 25.04.07

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Evangelische Fachhochschule..., 25.04.07

Streik an Evangelischer Fachhochschule RWL. Senat hofft auf Kompromiss

Bei weit geöffneten Türen fand am Dienstag Nachmittag im größten Raum der Ev. Fachhochschule eine öffentliche Senatsitzung statt. Öffentlich sind Senatssitzungen immer, doch diesmal machte die Studentenschaft in breiter Masse von diesem Recht Gebrauch. Anlass für diese rege Beteiligung war der Tagesordnungspunkt vier der gestrigen Sitzung, in welchem die Einführung von Studienbeiträgen debattiert werden sollte.

Senatssitzung am 24. April 2007

Die Studierenden der Ev. Fachhochschule befinden sich seit Montag, 23. April 07, im Streik anlässlich der drohenden Einführung von Studienbeiträgen. Trotz dieser angespannten Situation, konnte eine weitgehend konstruktive Aussprache im Senat stattfinden.

Im September 2006 hatte das damals amtierende Rektorat die grundsätzliche Einführung von Studiengebühren beschlossen. Daraufhin bildete der Senat im Februar 2007 einen Ausschuss zur Erarbeitung einer Ordnung zur Einführung von Studienbeiträgen. Dieser paritätisch besetzte Ausschuss hat in der Zwischenzeit vier mal getagt. Dabei konnte in folgenden Punkten Einigkeit erzielt werden:

o Die Einnahmen dienen ausschließlich der Verbesserung der Lehre und Studienbedingungen
o Verwendet werden sollen die Einnahmen für die Verbesserung des Tutorenprogramms, der Studienberatung, der Ausstattung der Räumlichkeiten und des Bibliotheksangebotes.
o Die Beratung über die konkrete Verwendung soll in einem paritätisch besetzten Gremium stattfinden.
o Ausnahmeregelungen, Befreiungen und Ermäßigungen

Ein Dissens besteht insbesondere bei der Festlegung der Höhe der Studienbeiträge. Wäh-rend das Rektorat 400,- ¤ pro Semester von den Bachelor-Studierenden einnehmen und die Teilnehmer der Masterstudiengänge mit 500,- ¤ belegen will, fordert die Gruppe der Studierenden Beiträge in Höhe von 100,- ¤, zunächst auf zwei Semester befristet. Davon verspricht sie sich nach Ablauf der Zeit eine Prüfung des eigentlichen Bedarfs.

In der gestrigen Sitzung berichtete der Ausschuss über seine bisherigen Arbeitsergebnisse. Nach längerer Beratung der Senatoren, sprachen sich die Ausschussbeteiligten für eine Weiterarbeit in diesem Gremium aus. Ein Konsens sei möglich. Schließlich beschloss der Senat mit einer großen Mehrheit der Stimmen, den Bericht des Ausschusses entgegenzunehmen und den Ausschuss am Montag erneut tagen zu lassen mit dem Auftrag, dem Senat bis zum 8. Mai eine Ordnung für Studiengebühren vorzuschlagen. Die soll auf der nächsten Senatssitzung am 15. Mai dann zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Doch die Debatte rund um Studiengebühren nehmen auch am heutigen Mittwoch kein Ende. Zu einer Podiumsdiskussion finden sich neben dem Rektorat, studentischen Ausschussmitgliedern auch die Kuratoriumsvorsitzende in der Aula ein. Für heute Nachmittag planen die Studierenden einen "Trauermarsch" in die Innenstadt. Symbolisch "Zu Grabe getragen" werden soll: die freie Bildung.

Weitere Informationen:


Katharina Groß, Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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