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Fachhochschule Lausitz, 26.01.08

Stadt Senftenberg und Fachhochschule Lausitz setzen Zeichen für starke Partnerschaft

Rund 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kultur sowie verdienstvolle Bürgerinnen und Bürger folgten am 23. Januar 2008 der Einladung des Bürgermeisters des Stadt Senftenberg, Andreas Fredrich, und des Präsidenten der Fachhochschul

Der Präsident der FH Lausitz, Prof. Günter H. Schulz, der Bürgermeister der Stadt Senftenberg, Andreas Fredrich, und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Anton Faust (v. re.) begrüßten die Gäste.
Foto: Witzmann/ FH Lausitz

Blick in die Mensa der FH Lausitz in Senftenberg während des Neujahrsempfanges.
Foto: Witzmann/ FH Lausitz

"Ich freue mich, dass Sie unserer Einladung so zahlreich gefolgt sind. Das ist für mich ein Zeichen der Verbundenheit zwischen Ihnen, der Hochschule und der Stadt. Diese Verbundenheit möchte ich in den nächsten Jahren festigen und weiter ausbauen", erklärte der Bürgermeister in seiner Ansprache. "Viele gemeinsame Projekte zwischen der Fachhochschule und der Stadt dokumentieren die Verwurzelung der Hochschule in Senftenberg." Als Beispiele nannte der Bürgermeister Projekte für die Entwicklung von Solarbooten für das Lausitzer Seenland oder für die Nutzung der Kaiserkrone in Brieske. Die Hochschule, mit der er persönlich Lehre, Forschung und Arbeit verbindet, bezeichnete er als einen der größten Arbeitgeber der Stadt und dankte dem Land Brandenburg für deren Stärkung und Ausbau.


Der Bürgermeister hielt Rückschau auf ein erfolgreiches Jahr 2007 der Entwicklung der Stadt und begrüßte die Verlagerung des Verwaltungssitzes der LMBV nach Senftenberg. Als Erfolge nannte er unter anderem die Ansiedlung von bisher zwölf Unternehmen im Lausitzer Unternehmer Centrum, das zu den vielen Kooperationsprojekten von Stadt und Hochschule gehört. Langfristige Ziele der Stadtentwicklung sind die Stärkung der Innenstadt, die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und die Seestadt mit der weiteren Entwicklung des Lausitzer Seenlandes.

Auch im Namen der Vizepräsidenten, Prof. Karl Plastrotmann und Prof. Dr. Stefan Zundel, des Kanzlers, Volker Schiffer, und des Vorsitzenden des Senates, Prof. Dr. Wolfgang Schröder, hieß der Präsident der Fachhochschule Lausitz die Gäste des Neujahrempfanges herzlich willkommen.

"Der gemeinsame Neujahrempfang steht zugleich für die enge Verbundenheit und ist Ausdruck der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Senftenberg", erklärte der Präsident, der sich ebenso über das Erscheinen vieler Förderer und Kooperationspartner der Hochschule an ihrem Standort Cottbus freute.
Er dankte der Stadt Senftenberg für die Unterstützung der Kooperation der Hochschule mit der regionalen Wirtschaft und hob die jährliche Zahlung eines Begrüßungsgeldes für Studierende mit Hauptwohnsitz in Senftenberg durch die Stadt hervor. Als künftige gemeinsame Aufgabe nannte er, Senftenberg für Studierende noch attraktiver zu machen.

Der Präsident lud die vielen anwesenden Verantwortungsträger und die Bürgerinnen und Bürger dazu ein, im Jahr 2008 die junge und moderne Fachhochschule Lausitz in Senftenberg und ebenso in Cottbus zu besuchen. Als ein städteübergreifendes Projekt stellte er ein gemeinsames Konzert des Staatstheaters Cottbus und studentischer Solisten des Fachbereiches Musikpädagogik der FHL im Theater Neue Bühne Senftenberg in Aussicht, mit dem am 20. November dieses Jahres die Wissenschaftstage ihren Abschluss finden. "Ich danke an dieser Stelle beiden Städten und den jeweiligen Partnerinnen und Partnern aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Verwaltung und den Medien für die gute Zusammenarbeit in 2007 und freue mich auf die Fortsetzung in 2008", erklärte Professor Schulz.

Ebenso dankte er allen Mitgliedern und Angehörigen der Hochschule für die erfolgreiche Arbeit in 2007. Nach einer intensiven und konstruktiven Diskussion an der Hochschule konnte der Senat zum Jahresende den Hochschulentwicklungsplan bis 2012 beschließen und dem Landeshochschulrat zur Stellungnahme vorlegen. "Die Hochschule hat 2007 ihre Lehr- und Forschungsmöglichkeiten nochmals erheblich verbessern können", konstatierte der Präsident und nannte als herausragende Beispiele die Inbetriebnahme des Laborgebäudes Biotechnologie und die Fertigstellung des Laborgebäudes Informatik. Die Forschungskompetenz der Hochschule konnte an beiden Standorten unverkennbar erhöht werden.

So wurde eine Nachwuchswissenschaftlergruppe in der Biotechnologie mit einem Finanzvolumen von 2,5 Millionen Euro für fünf Jahre eingeworben, ebenso eine Ingenieurnachwuchsgruppe im Maschinenbau mit jährlich über 100.000 Euro. Zahlreiche gemeinsame Projekte mit der Wirtschaft konnten initiiert werden. Die Drittmittelsumme konnte auch aufgrund des Engagements des Vizepräsidenten für Forschung und Technologietransfer deutlich auf über 2 Millionen Euro gesteigert werden und soll künftig weiter wachsen.

Ein Schwerpunkt der Arbeit im Jahre 2008 ist die verstärkte Werbung um Studienanfänger aus der Region und überregional. Der Präsident nannte hier als Beispiele die sehr gut angelaufene Science Academy als gemeinsames Projekt mit der Sparkasse Niederlausitz sowie das in Vorbereitung befindliche Projekt "Science on Tour", für das bereits Partner wie die Sparkasse Spree-Neiße, die BASF, Vattenfall und Kjellberg gewonnen werden konnten, weitere aber sehr willkommen sind. In Kooperation mit der regionalen Wirtschaft soll die frühzeitige Bindung von Absolventen erreicht und so die Attraktivität der Hochschule für Studierenden aus anderen Regionen weiter erhöht werden. Auf Grundlage des Hochschulentwicklungsplanes wird die Bildung von Fakultäten erfolgen. Die Hochschule wird 2008 ihre Anstrengungen im Bereich der Forschung weiter verstärken und die Kooperation mit der Wirtschaft vertiefen.

Der Präsident nutzte den Neujahrsempfang, um Honorarprofessor Gerhart Lampa für die geleistete Arbeit zu danken. Ende 2002 hatte die damalige Präsidentin der Hochschule, Brigitte Klotz, den Künstler für die Dauer von fünf Jahren zum Honorarprofessor für die Fächer Grundlagen der Gestaltung und Screen Design im Studiengang Informatik bestellt. Der Präsident verabschiedete Gerhart Lampa als Honorarprofessor, verkündete aber gleichzeitig die Entscheidung der Hochschule, dass Gerhart Lampa auf Lebenszeit berechtigt ist, den Titel Honorarprofessor zu tragen.

Zum Honorarprofessor für das Fachgebiet Rehabilitationsmedizin bestellte der Präsident im Rahmen des Empfanges Dr. med. Michael Schierack. Der in Cottbus niedergelassene Facharzt für Orthopädie bringt seine berufspraktischen Erfahrungen seit mehr als sieben Jahren in die Lehre an der Hochschule ein. So engagierte sich Dr. Schierack bei der Entwicklung und Begleitung der Studienrichtung Rehabilitationstechnik und war dann Mitinitiator und Mitgestalter des Studiengangs Medizinische Technik. Mit beispielhaftem Engagement baute Dr. Schierack den dualen Bachelor-Studiengang Physiotherapie auf, den er seit 2005 als Studiendekan leitet.


Ralf-Peter Witzmann, Fachhochschule Lausitz
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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