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Fachhochschule Bochum, 25.04.06

Senat der FH Bochum beschließt Studienbeiträge

Ab Sommersemester 2007 erhebt die Hochschule 500 Euro pro Semester von ihren Studierenden

Der Senat der Fachhochschule Bochum hat sich in seiner Sitzung vom 24. April für die Erhebung von Studienbeiträgen in Höhe von 500 Euro pro Semester ab Sommersemester 2007 ausgesprochen. Die Entscheidung fiel mit nur einer Gegenstimme. "Wir alle wünschten uns sehr, dass wir keine Gebühren nehmen müssten!" hatte zuvor Rektor Prof. Dr. Martin Sternberg betont. "Aber die Haushaltslage lässt uns keine Wahl!"

Die Studienbeiträge sollen zur Verbesserung der Studienbedingungen eingesetzt werden, um die Attraktivität des Studiums und des Studienstandortes Bochum zu erhöhen.
Dabei zeigten Sternberg und die Senatsmitglieder viel Verständnis für die Situation der Studierenden: Für sie bedeutet die Entscheidung zusätzliche Ausgaben von 1.000 Euro pro Jahr. "Das ist eine Menge Geld" unterstrich der Rektor. "Aber ein durchschnittlicher Studienplatz kostet die Fachhochschule pro Jahr gut 6.000 Euro. Die 500 Euro pro Semester sind also wirklich nur ein Beitrag."
Durch die Studienbeiträge hofft die FH auf zusätzliche Einnahmen von mehr als 3 Mio. ¤ pro Jahr. Dabei hat sie bereits einkalkuliert, dass sie 23 Prozent der Beiträge in den Ausfallfonds bei der NRW-Bank zahlt, der die sozialverträgliche Regelung sicherstellen soll.
Die Fachhochschule Bochum beabsichtigt, dieses Geld für insgesamt fünf Bereiche bereitzustellen, die letztlich alle die Qualität der Lehre sichern und verbessern helfen sollen:
Neben der Lehre selbst sollen die Mittel für die studienbezogene Infrastruktur wie zum Beispiel die studentischen Arbeitsplätze, für Stipendien (studentische Individualförderung), für die Unterstützung von Absolventinnen und Absolventen bei der Jobsuche sowie für studentische Mitarbeit in der Forschung ausgegeben werden.
Um alle wichtigen Härtefälle abfedern zu können wird die Hochschule jetzt eine Beitragssatzung erarbeiten. Der Senat beauftragte damit ein fünfköpfiges Team, bei dem zwei studentische Vertreter eine gewichtige Stimme werden.

Weitere Informationen:


Detlef Bremkens, Fachhochschule Bochum
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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