Sehr gutes Zeugnis für die Bochumer Chemiefakultät
Seriöse Rangliste
Nachdem Hochschul-Rankings bislang in erster Linie von Medien initiiert wurden, will es diesmal der Wissenschaftsrat ganz genau wissen und fragt unter seriösen Gesichtspunkten: Wie forschungsstark sind die einzelnen Fachbereiche an deutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen? In einem Pilotprojekt wurde zunächst die Chemie genauer beleuchtet. Die Forschungsleistung wurde in drei Dimensionen (Forschung, Nachwuchsförderung, Wissenstransfer) nach insgesamt sechs Kriterien bewertet: Forschungsqualität (Originalität und wissenschaftliche Bedeutung der Forschungsleistungen sowie Eignung der Methoden), Effektivität (Beitrag zur Entwicklung der Wissenschaft), Effizienz (Beitrag zur Entwicklung der Wissenschaft in Relation zum Personaleinsatz), Nachwuchsförderung (Maßnahmen und Erfolge der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses), Transfer in andere gesellschaftliche Bereiche (Beiträge zur Umsetzung von Forschungsergebnissen in Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Verbänden etc. durch Anwendung und Beratung) und Wissensvermittlung und -verbreitung (Vermittlung von forschungsbasierten Informationen an Nichtfachleute, nicht forschende Organisationen und eine allgemeine Öffentlichkeit).
Viermal "sehr gut"
Die Fakultät für Chemie und Biochemie der Ruhr-Universität erhielt dabei viermal die Note "sehr gut": für Forschungsqualität, Effektivität, Effizienz sowie für Nachwuchsförderung. Der Transfer in andere gesellschaftliche Bereiche wird vom Wissenschaftsrat mit "gut" benotet. Die Kategorie Wissensvermittlung und -verbreitung wurde auf einer anderen Skala bewertet: Die Bochumer Chemiker liegen mit "überdurchschnittlich" in der höchsten der drei Stufen. In allen Bereichen schneidet die RUB besser ab als einige außeruniversitäre Forschungseinrichtungen (u. a. Max-Planck-Institute oder Fraunhofer-Institute). In Nordrhein-Westfalen avanciert sie zur zweitbesten Hochschule in Chemie, knapp hinter der RWTH Aachen. Für die RUB ist dieser Erfolg besonders erfreulich: "Schließlich hat es vor dem Untersuchungszeitraum einen Generationswechsel in der Fakultät für Chemie und Biochemie gegeben. Das Ranking bestätigt ausdrücklich, dass sich die neue Struktur schon jetzt bewährt hat und zukunftsträchtig ist", erklärt Dekan Prof. Dr. Wolfgang Schuhmann.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Wolfgang Schuhmann, Dekan der Fakultät für Chemie und Biochemie der Ruhr-Universität, Tel.: 0234/32-24732, E-Mail: chemie-dekanat@rub.de.


