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Universitätsklinikum Heidelberg, 16.11.06

Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg sucht gesunde Testpersonen über 60 Jahren für Studie

Können musikalische Fähigkeiten noch im Alter erworben werden? Und wie unterscheiden sich in diesem Punkt ältere Menschen von Patienten mit Alzheimer-Demenz?

Eine Studie der Sektion Gerontopsychiatrie der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg befasst sich mit dem musikalischen Potenzial von Alzheimer-Patienten und ihren gesunden Altergenossen. Für die Vergleichsgruppe sucht die Klinik gesunde Testpersonen, Männer und Frauen ab 60 Jahren.

"Es sind Einzelfälle bekannt, dass professionelle Musiker ihre musikalischen Fähigkeiten bis ins hohe Alter bewahren und sogar noch neue Stücke lernen konnten, obwohl sie an Alzheimer-Demenz erkrankt waren", erklärt Professor Dr. Johannes Schröder, Leiter der Heidelberger Sektion Gerontopsychiatrie. Außerdem reagieren Alzheimer-Patienten sehr positiv auf Musik. Ob der Abbauprozess im Gehirn die Musikalität tatsächlich verschont wird, ist allerdings nicht bekannt. Auch über die Ursachen gibt es bislang nur Spekulationen

In der Heidelberger Studie werden musikalische Fähigkeiten in fünf Einzelsitzungen von jeweils maximal 60 Minuten untersucht. Dabei löst der Teilnehmer verschiedene Aufgaben mit kurzen Rhythmen. In der letzten Sitzung wird die Gehirnaktivität beim Bearbeiten der musikalischen Aufgabe mit Hilfe der Magnetresonanztomographie sichtbar gemacht. Diese Untersuchung ist mit keinerlei Nebenwirkungen und Risiken verbunden. Musikalische Kenntnisse und Fähigkeiten spielen für die Teilnahme keine Rolle.

Interessenten werden sich bitte an:

Astrid Söthe
Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg
Sektion Gerontopsychiatrie
Gedächtnisambulanz der
Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg
Tel. 06221/56 4446

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse


Dr. Annette Tuffs, Universitätsklinikum Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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