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Universität Stuttgart, 18.06.07

Presserundgang beim Tag der Wissenschaft an der Universität Stuttgart

Konzepte und Perspektiven für die mobile Gesellschaft stehen im Mittelpunkt beim Tag der Wissenschaft der Universität Stuttgart am 23. Juni. Von 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr öffnet die Uni die Türen ihrer Labore und Arbeitsräume und erlaubt es den Besuchern, Wissenschaft hautnah zu erleben. Das abwechslungsreiche Programm ermöglicht einen Blick auf zukünftige Verkehrssysteme und -planungen, informiert über aktuelle Entwicklungen in der Fahrzeugtechnik und skizziert Visionen, wie Verkehr und Mobilität im Jahr 2020 aussehen könnten.

Studieninteressierte können sich aus erster Hand bei den Mitarbeitern und Studierenden der beteiligten Institute und Fakultäten über die Fachgebiete der Uni informieren und Vorträge zu den verschiedenen Studiengängen hören. Für Kinder gibt es erstmals ein eigenes Programm, bei dem sie Brauseraketen basteln oder zu einem virtuellen Rundflug ins All starten können. Auch das Feiern kommt nicht zu kurz: Ab 19.00 Uhr startet die Science Party, bei der die Band Los SKAlameros mit Raggae, Ska und Hip Hop einheizt.


Medienvertreter sind herzlich eingeladen, sich bei einem Presserundgang vorab über ausgewählte Programmhighlights aus dem Forschungsbereich zu informieren. In diesem Jahr besteht dabei unter anderem die seltene Gelegenheit zu einem Besuch des Stuttgarter Windkanals.
Beginn: 14.00 Uhr, Stuttgart-Vaihingen, Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen (IVK)/ Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS), Pfaffenwaldring 12, Foyer.
Anmeldung erbeten unter Fax 0711/685-82188 oder e-mail: presse@uni-stuttgart.de

Station I:
Steckt die Zukunft im Stau? Verkehr und Mobilität im Jahr 2020. 14.00 Uhr, Pfaffenwaldring 12, 4. Stock, Raum 422
Im ersten Teil des Presserundgangs skizziert Prof. Markus Friedrich, Inhaber des Lehrstuhls für Verkehrsplanung und Verkehrsleittechnik am Institut für Straßen- und Verkehrswesens der Uni Stuttgart, Visionen, wie Verkehr und Mobilität in nicht mehr allzu ferner Zukunft aussehen könnten. Während der Begriff Mobilität in unserer Wahrnehmung positiv belegt und mit der Vorstellung einer dynamischen Gesellschaft verbunden ist, wird der Begriff Verkehr häufig mit negativen Wirkungen (Zeitverluste durch Stau und Verspätungen, Lärm- und Schadstoffemissionen) assoziiert. Friedrich beschreibt die aktuelle Situation im Verkehr und stellt Prognosen zur zukünftigen Entwicklung vor. Darauf basierend präsentiert der Verkehrsexperte Lösungsansätze für den Verkehr und die Mobilität der Zukunft, die am Institut spezifisch für die Region Stuttgart erstellt wurden.
Friedrich ist auch Koordinator eines neuen Seminarkurses Mobilität, den die Heidehofstiftung mit Unterstützung der Universität Stuttgart durchführt und der sich an Schüler der Sekundarstufe II richtet. Auf dem Lehrplan stehen neben Verkehrs- und Umweltfragen, der sozialen Mobilität oder der Migration auch ein mögliches Konzept für ein Science-Museum zum Thema Mobilität. Die Schüler werden sich anlässlich des Tags der Wissenschaft zum ersten Mal an der Uni treffen.

Station II: Besichtigung der Prüfstände für Hybridmotoren und des Modellwindkanals
14.30 Uhr, Windkanal der Universität Stuttgart, Pfaffenwaldring 12
Der Stuttgarter Windkanal gehört weltweit zu den modernsten und leistungsfähigsten Einrichtungen dieser Art. Hier können die aerodynamischen und aeroakustischen Eigenschaften von Straßenfahrten mit Geschwindigkeiten bis zu 250 Stundenkilometern realistisch simuliert werden. Ein Stahlband, das sich unter dem Fahrzeug als laufende Straße bewegt, ermöglicht die Untersuchung der Wechselwirkungen von Fahrbahn und Fahrzeug.
Im Rahmen der Führung erläutert Prof. Jochen Wiedemann, Inhaber des Lehrstuhls Kraftfahrwesen des Instituts für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen (IVK) der Universität Stuttgart, die Forschungsarbeiten im Modellwindkanal. Die hochleistungsfähige Anlage dient der Grundlagenforschung und aerodynamischen Formoptimierung an Fahrzeugmodellen im Maßstab 1:4 beziehungsweise 1:5.
Im Anschluss erläutert Prof. Michael Bargende, Inhaber des Lehrstuhls Verbrennungsmotoren des Instituts, die Prüfstände für Hybridmotoren. Hier werden unter anderem hybridisierte Verbrennungsmotoren getestet, um herauszufinden, welche Konzepte am besten dazu geeignet sind, den Kraftstoffverbrauch und die Schadstoffemissionen eines Fahrzeugs zu minimieren.


Ursula Zitzler, Universität Stuttgart
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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