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Universität des Saarlandes, 03.11.06

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Universität des Saarlandes, 03.11.06

Presseeinladung: Neuartige Flughafensicherung wird auf dem Frankfurter Flughafen vorgestellt

Magnetfeldprofil eines Airbus A 319, aufgenommen mit den Magnetosensoren unter dem Taxiway des Frankfurter Flughafens. (Die drei Linien zeigen die Messdaten dreier Komponenten des Erdmagnetfeldes). Deutlich zu erkennen ist die spezifische Signatur, der magnetische Fingerabdruck des Flugzeugs, der hauptsächlich durch Teile des Fahrwerks hinterlassen wird. Die magnetischen Signaturen aller Flugzeuge des entsprechenden Typs sind einander sehr ähnlich, während Flugzeuge eines anderen Typs zum Teil signifikant andere Signaturen besitzen. Dies macht eine Identifikation des Flugzeugtyps möglich.
Aufnahme: Lehrstuhl Professor Uwe Hartmann

Die Magnetfeldsensoren sind unter den Lichtern am Taxiway installiert.
Foto: Lehrstuhl Professor Uwe Hartmann

Magnetfeld-Sensoren für sichere Flughäfen

Die "Traffic-Sensoren", die der Saarbrücker Magnetosensorik-Experte Uwe Hartmann entwickelt hat, sind nur wenige Zentimeter klein. Aber die hochsensiblen Messgeräte machen intelligente und vernetzte Verkehrsleitsysteme zu Lande, zu Wasser und auch im Bodenverkehr der Luftfahrt möglich: Im Rahmen des Projektes ISMAEL hat Hartmann mit der Fraport AG und weiteren Projektpartnern ein Magnetfeld-Sensoren-Leitsystem entwickelt, das den Bodenverkehr von Flughäfen im Griff hat.

Auf Flughäfen herrscht eine große Verkehrsdichte. Flugzeuge, Busse, Versorgungsfahrzeuge, Kofferwagen und Feuerwehr müssen auf dem Flugvorfeld gleichzeitig manövrieren. Um einfacher, kostengünstiger und gleichzeitig sicherer den reibungslosen Ablauf des Verkehrs, pünktliche Starts und Landungen zu gewährleisten und vor allem Kollisionen zu verhindern, wurde die neuartige Flughafensicherung als Prototyp auf dem Flughafen Frankfurt installiert.
Die Magnetfeldsensoren erfassen alles Metallische - vom PKW, LKW, Bus bis hin zum Flugzeug: Jedes Verkehrsmittel mit metallischen Bauteilen erzeugt ein schwaches Magnetfeld um sich und stört so das Erdmagnetfeld. Die Sensoren messen, wie sich das Magnetfeld verbiegt und wieder entzerrt, während das Fahr- bzw. Flugzeug vorbeifährt. Auf diese Weise kann etwa seine Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit erfasst werden.
Viele Fahr-/Flugzeuge hinterlassen spezifische Magnetfeldmuster ähnlich einem Fingerabdruck. Die Eigenart der Störung des Magnetfeldes lässt also erkennen, welche Art von Fahrzeug erfasst wird, sogar die Flugzeugtypen sind unterscheidbar.
Die Daten der einzelnen Traffic-Sensoren werden vernetzt und mittels mathematischer Algorithmen ausgewertet, und machen so ein vorausschauendes Bodenleitsystem möglich: Flugzeuge können auf ihrem gesamten Weg am Boden bis hin zur Startbahn oder zur Parkposition exakt überwacht werden. Wenn ein Flugzeug auf der falschen Strecke rollt oder ein Fahrzeug auf Kollisionskurs ist, schlägt das System sofort Alarm.
Die Sensoren arbeiten dabei höchst zuverlässig bei jeder Witterung, ob Eis und Schnee, Nebel oder Hitze und sind nicht anfällig für Störungen. Vor allem Bereiche zwischen Gebäuden, die mittels Bodenradar schlecht oder gar nicht erreicht werden, können mit den Magnet-Sensoren ausgestattet werden.

Voraus gegangen waren zahlreiche Testmessungen auf Flughäfen; alle Vorarbeiten liefen erfolgreich. Das neue Sensorsystem wird in bestehende Kontrollsysteme so integriert, dass die neu gewonnenen Daten in die vorhandenen Datenströme übernommen und in Verkehrsleitrechnern oder im Flughafentower verrechnet werden können.

Auch auf dem Flughafen im griechischen Thessaloniki ist bereits ein Prototyp des Bodenüberwachungssystems installiert worden.

ISMAEL steht für "Intelligent Surveillance and Management Functions for Airfield Applications Based on Low Cost Magnetic Field Detectors"

Partner innerhalb des ISMAEL-Konsortiums sind:
- Lehrstuhl für Experimentalphysik unter Leitung von Prof. Dr. Uwe Hartmann (Koordination)
- HiTec - Vereinigung High Tech Marketing (Wien, Österreich),
- Airservices UK Ltd. (Farnham, UK),
- EURICE (Saarbrücken, Deutschland),
- Votronic GmbH (St. Ingbert, Deutschland),
- Centre for Research and Technology (Thermi-Thessaloniki, Griechenland).
- Fraport AG (Frankfurt, Deutschland)

www.ismael.eu

Sie haben Fragen? Wenden Sie sich bitte an Professor Dr. Uwe Hartmann,
Tel. (0681) 302-3799, E-Mail: u.hartmann@mx.uni-saarland.de

Programm am 9. November:

Public Demonstration of the ISMAEL Solution

9. November 2006, Frankfurt Airport
Ort: Fire Brigade Training Centre - FTC (Building 680) (Anfahrt s.u.)

10:00 Registration - Coffee
10:30 Welcome (Fraport / Project Officer)
10:45 ISMAEL: An Introduction (Project Co-ordinator)
11:40 Setting the Scene: Traffic Surveillance and Management
at Major Airports (Fraport)
12:20 ISMAEL Film
12:30 Lunch
13:30 Formation of groups for visiting the airfield installation
13:45 Parallel:
Airfield visits
Presentation of system performance on SDF server
display
Questions and answers
Coffee & Refreshments
15:45 The Future of Airport Safety in FP7 (Project Officer)
16:15 Closing of the day and wrap-up of main results

Anfahrt zum Fire Brigade Training Centre - FTC (Building 680):

By car:
oTake motorway A5 exit "Zeppelinheim", direction "CCS - Cargo City Süd"
oTurn left for "Cargo City Süd"
oTurn right to building 680 (FTC), parking space is available in front of the building

By train, aircraft:
oGo from train station or arrival gate to Terminal 1
oGo to Arrivals level, Hall C
oOn the first road in front of the building there is a bus stop for employee busses
oLine "CCS" (public and free of charge) brings you directly to Bldg. 680 (2nd stop)
oThe bus runs at 22 min and 52 min past the hour, travel time is < 10 min

Weitere Informationen:


Claudia Ehrlich, Universität des Saarlandes
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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