Hilfe: Sie befinden sich auf...

Deutsches Primatenzentrum, 08.03.07

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Deutsches Primatenzentrum, 08.03.07

Positive Bewertung des DPZ durch Senatskommission der Leibniz-Gemeinschaft

Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat am 6.März 2007 die weitere Förderung des Deutschen Primatenzentrums (DPZ) durch den Bund und die Länder empfohlen. Er bescheinigt der Einrichtung überregionale Bedeutung und stellt fest, dass Bund und Länder ein gesamtstaatliches wissenschaftspolitisches Interesse an der Arbeit der Einrichtung haben.

Die Einrichtungen des DPZ: im Vordergrund das Haupthaus mit dem Freigehege rechts, im Hintergrund die Primatenquartiere und das Forschungsmodul.

Das DPZ hat als Serviceeinrichtung die Aufgabe, Primaten für die Versorgung anderer Forschungsinstitute zu züchten und zu halten sowie naturwissenschaftliche und medizinische Forschung über Primaten zu betreiben. Diese Aufgabe erfüllt es nach dem Votum des Senats größtenteils sehr gut und in einigen Bereichen exzellent. Seit seiner letzten Evaluierung hat das DPZ eine positive und dynamische Entwicklung genommen, zu der der außergewöhnlich aktive Wissenschaftliche Beirat, die Berufung eines neuen wissenschaftlichen Direktors und die Neustrukturierung des Zentrums beigetragen haben. Die guten bis sehr guten Publikationsleistungen - auch in hochrangigen internationalen Zeitschriften, die hohen Drittmitteleinwerbungen und Lizenzeinnahmen belegen die Qualität der Dienstleistungen und Forschungsarbeiten des DPZ.

Das DPZ ist eine vorbildliche, international bedeutende und für Deutschland unverzichtbare Serviceeinrichtung für die Haltung und Zucht von Primaten. Die Tierhaltungseinrichtungen werden nach der Sanierung zu den modernsten ihrer Art gehören. Die beeindruckende Offenheit, mit der die Außenhaltung der Tiere am DPZ im Gegensatz zu anderen Primatenzentren in Europa betrieben wird, führt der Senat auf eine sehr erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit zurück, die einen erheblichen Beitrag zur Akzeptanz der Primatenhaltung im lokalen Umfeld leistet.

Seine hervorragenden Vernetzungen nicht nur mit der Universität, sondern auch mit zwei ortsansässigen Max-Planck-Instituten machen das DPZ zu einer wichtigen Komponente des Wissenschaftsstandortes Göttingen. Die intensive Zusammenarbeit mit der Universität spiegelt sich in der Zahl von acht gemeinsam berufenen Professoren wider, dies wird im deutschlandweiten Vergleich als sehr gut bewertet. Die drei Freilandstationen des DPZ in Indonesien, auf Madagaskar und in Peru bieten nach Meinung des Senats neben ihrem Serviceangebot weltweit einmalige Forschungsmöglichkeiten und tragen zur internationalen Sichtbarkeit des DPZ bei.

Das DPZ ist über dieses Urteil hocherfreut und sieht darin seine Bemühungen der letzten Jahre bestätigt. Besonders hilfreich sieht es den Bericht der Gutachtergruppe an, der dem Votum des Senats zugrunde lag, denn dieser enthält eine Fülle von Hinweisen und Empfehlungen, die dazu beitragen können, den ohnehin schon hohen Standard des DPZ noch weiter zu verbessern. Neben der Stärkung einzelner wissenschaftlicher Bereiche wie aber auch der Infrastruktur des Zentrums wird empfohlen, "das Zentrum in die Lage zu versetzen, den Bedarf an großen Primaten-Spezies zumindest im universitären Bereich (durch eigene Zuchten) zu gewährleisten, auch wenn dies eine Ausweitung der Kapazitäten bedeuten sollte". Die Umsetzung dieser Empfehlung würde nicht nur die Bedeutung des DPZ erheblich stärken, sie würde auch der primatenbezogenen Forschung in Deutschland insgesamt dienen, da diese sicher sein könnte, Primaten höchster Qualität vom DPZ zu erhalten.
Das DPZ ist besonders erfreut, daß es mutmaßlich gelingen wird, die Umsetzung einzelner, besonders vordringlicher Empfehlungen bereits im Haushalt für das Jahr 2008 zu verankern.

Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft evaluiert in einem Zeitraum von maximal sieben Jahren die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft. Der Senat ist extern besetzt, das Evaluierungsverfahren damit strikt unabhängig. Auf der Grundlage seiner Stellungnahmen stellen Bund und Länder in der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) fest, ob die Voraussetzungen für die gemeinschaftliche Förderung der Leibniz-Einrichtungen weiterhin gegeben sind.

Weitere Informationen:


Dr. Dr. Michael Schwibbe, Deutsches Primatenzentrum
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
MAR-ECO: Projekt der Meeresforschung gewinnt EU Descartes Preis für Wissenschaftskommunikation 
 Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe und Universität Duisburg-Essen besiegeln Kooperation