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Universitätsklinikum Heidelberg, 27.09.06

Maßarbeit im Mittelohr

Operationen können Hörschäden beheben oder verhindern / Internationale Expertentagung der HNO-Universitäts-Klinik Heidelberg vom 27. - 30. September 2006

Präzisionsarbeit, feinste Instrumente und klinische Erfahrung machen es möglich: Hals-Nasen-Ohrenärzte können heute schwere Hörschäden durch Operationen beheben und verhindern. Bei einer Tagung vom 27. bis 30. September 2006 diskutieren international renommierte Ohrchirurgen in Heidelberg die neuesten Verfahren zur Behandlung von Erkrankungen des Mittelohrs. In Workshops werden angehenden HNO-Ärzten Tipps und Tricks am Modell und bei Live-Operationen vermittelt. Veranstalter der Tagung ist die Heidelberger Universitäts-Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Peter Plinkert).


Zu den Erkrankungen, die durch eine Operation geheilt werden können, gehört das so genannte "Cholesteatom". Der gutartige Tumor im Mittelohr - hinter dem Trommelfell, wo die Kette der winzigen Gehörknöchelchen für die Weiterleitung des Schalls ins Innenohr sorgt, gelegen - kann das Mittel- und Innenohr und damit das Hörvermögen zerstören und sowie den umgebenden Knochen, den Gesichtsnerven und selten die Hirnhaut angreifen. Seinen Namen hat das Cholesteatom von der gelben Farbe, die auf den hohen Cholesteringehalt im Tumor zurückgeht.

Entfernung des gutartigen Tumors "Cholesteatom" erhält das Hörvermögen

"Ursache dieses Tumors, der schon bei Kindern, aber meist erst im späteren Erwachsenenalter auftritt, sind vor allem Mittelohrenzündungen. "Die Tumoren entstehen, wenn das Trommelfell defekt ist und Zellen der Außenfläche des Trommelfells ins Mittelohr wandern", erklärt D. Mark Prätorius, Leiter der Sektion Otologie und Neuro-Otologie und Oberarzt an der HNO-Universitätsklinik Heidelberg. Dann kommt es immer wieder zu Entzündungen; langsam wächst ein Tumor aus abschilfernden Zellen und Sekret, die sich im Mittelohr ansammeln. Die Patienten klagen häufig über Ohr- und Kopfschmerzen, Schwindel, Gesichtslähmungen und schlecht riechenden Ausfluss aus dem Ohr.

Die Entfernung des Tumors kann das Hörvermögen erhalten oder mitunter sogar verbessern. Ist das Mittelohr jedoch bereits stark angegriffen, ist doch meist eine Rekonstruktion der Gehörknöchelchen möglich. Dann können Hörgeräte, die den individuellen Bedürfnissen des Patienten angepasst sind, Abhilfe schaffen.

Programm der Tagung im Internet:
http://www.ohrkurs.de

Information zum Cholesteatom und seiner Behandlung:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/...he-Knocheneiterung.7791.0.html
http://www.medizinfo.de/ohren/mitte/cholesteatom.shtml

Ansprechpartner:
Professor Dr. Peter K. Plinkert
Dr. Mark Praetorius
Hals-, Nasen-, Ohrenklinik, Sektion für Otologie und Neuro-Otologie
Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 400
Telefon: 06221 / 56 6701

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse


Dr. Annette Tuffs, Universitätsklinikum Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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