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Universitätsklinikum Mannheim, 08.02.08

Mannheim: Krebsforschung für den Menschen

Universitätsklinikum beteiligt sich am "Tag der Gesundheitsforschung"

Initiiert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und mehreren renommierten Forschungsgemeinschaften, ist im Jahr 2005 der Tag der Gesundheitsforschung ins Leben gerufen worden. Das Universitätsklinikum Mannheim beteiligt sich seither jährlich an diesem Aktionstag, der zum Ziel hat, die Wahrnehmung der medizinischen Wissenschaft in der Öffentlichkeit zu fördern. Auch in diesem Jahr sind die Mannheimer wieder dabei: Am Samstag, 16. Februar 2008, halten die Ärzte und Forscher des Universitätsklinikums von 9 bis 11 Uhr allgemein verständliche Vorträge zum Thema "Den Krebs bekämpfen - Forschung für den Menschen", dem Leitmotiv des diesjährigen Tags der Gesundheitsforschung. Anschließend wird es Gelegenheit zur Besichtigung der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie geben.


Krebstherapie geht heute weit über das dreistufige Programm von Operation, Chemotherapie und Bestrahlung hinaus. Vielmehr werden der Patient und seine Krankheit als Ganzes gesehen. Diese Betrachtungsweise spiegelt sich zum Beispiel im therapeutischen Ansatz des Interdisziplinären Tumorzentrums Mannheim (ITM) am Universitätsklinikum wider: Hier arbeiten Chirurgen mit Experten aus den konservativen Fächern, wie zum Beispiel internistischen Onkologen und Strahlentherapeuten, zusammen. So kann gleich zu Anfang ein Behandlungsplan erstellt werden, der - falls nötig - alle Therapiemöglichkeiten vorsieht. Die Patienten werden ebenso wie die beteiligten niedergelassenen Arztkollegen aus einer Hand über alle Behandlungsschritte informiert. In jedem Stadium der Krebserkrankung sind am Mannheimer Klinikum darüber hinaus Psychologen, Schmerztherapeuten und Palliativmediziner in die Behandlung "aus einer Hand" eingebunden.

Wissenschaftlich betrachtet, verfolgen die Krebsspezialisten am Universitätsklinikum den so genannten translationalen Ansatz. Darunter versteht man das Bemühen, Erkenntnisse aus der Forschung so rasch wie möglich den Patienten ("from Bench to Bedside") zugute kommen zu lassen. So lassen sich beispielsweise neue Tumormarker, die nach der Entnahme von Gewebeproben oder an operativ entfernten Krebsgeschwüren im Labor entwickelt werden, schneller in die Diagnostik und Therapie integrieren. Dadurch haben anderen Patienten mit ähnlicher Erkrankung eine gute Chance, dass ihre Krankheit in einem frühen Stadium entdeckt wird, und ihre Heilungschancen erhöhen sich.

Die Veranstaltung im Universitätsklinikum beginnt am Samstag, 16. Februar, um 9 Uhr im Großen Hörsaal, zwei Etagen über dem Haupteingang am Theodor-Kutzer-Ufer (Haus 6, Ebene 4). Professor Dr. Frederik Wenz, Sprecher des ITM und Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, wird die Besucher zunächst willkommen heißen. Direkt im Anschluss informiert Priv.-Doz. Dr. Adelheid Weiss, Kommissarische Direktorin der III. Medizinischen Klinik, über die Aufgaben und Ziele der Palliativmedizin. Um 9.30 Uhr stellt Professor Wenz die Arbeit und das Angebot des Interdisziplinären Tumorzentrums Mannheim vor. Um eine moderne Form der Strahlentherapie geht es um 10 Uhr im Vortrag von Dr. Michael Ehmann von der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie: Er beschreibt die Wirkungsweise der Hyperthermie - einer Behandlung, die die Effektivität einer Bestrahlung bei bestimmten Krebserkrankungen erhöht. Den Abschluss der Vortragsreihe bildet um 10.30 Uhr Priv.-Doz. Ralf-Dieter Hofheinz (III. Medizinische Klinik) mit Erklärungen zur zielgerichteten molekularen Therapie bei Tumorerkrankungen - also medikamentösen Therapien, die nicht nur eine Abtötung des Tumors zum Ziel haben, sondern bereits im Stoffwechsel der Tumorzellen ein Wachstum verhindern.

Nach jedem Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Informationsstände von Selbsthilfegruppen runden das Angebot ab. Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei. Gute Parkmöglichkeiten bestehen samstags in der Regel auf dem Parkplatz am Neckarufer.

Weitere Informationen:


Klaus Wingen, Universitätsklinikum Mannheim
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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