Hilfe: Sie befinden sich auf...

Freie Universität Berlin, 05.06.07

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Freie Universität Berlin, 05.06.07

Malen mit lebenden Farben. Der Künstler Erich Schopf zeigt, wie aus Bakterien Kunstwerke werden bei der "Langen Nacht der Wissenschaften" am 9. Juni

Der Wiener Künstler und Bacteriograph Erich Schopf zeigt bei der "Langen Nacht der Wissenschaften" am Samstag, 9. Juni 2007, wie aus Bakterien Kunstwerke werden. Erich Schopf präsentiert am Arbeitsbereich Mikrobiologie der Freien Universität Berlin Fotos seiner Bacteriographien sowie einen Film, der die Entstehung von bacteriographischen Gemälden dokumentiert.


"Bacteriographie" nennt Erich Schopf die Kunst, mit lebenden Farben, einem so genannten Bakterien-Ensemble, Gemälde herzustellen. Der gebürtige Wiener ist von Hause aus Naturwissenschaftler und untersucht normalerweise Bakterien an der Veterinärmedizinischen Universität in Wien. 1997 kam er auf die Idee, mit Bakterien, die eine Vielzahl von Farbpigmenten in sich tragen, Bilder zu malen.

Nicht alle Bakterienformen harmonieren miteinander, weshalb die Gestaltung eines Gemäldes mittels Bakterien eine schwierige Angelegenheit ist. Jede Interaktion zwischen Schopfs Protagonisten muss passend auf einander abgestimmt werden. Schopf sieht sich deshalb nicht nur als Maler, sondern auch als Regisseur, bei dem das Gesamtkunstwerk vom Zusammenspiel der bakteriellen Schauspieler abhängt.

Bacteriographische Gemälde sind zunächst unsichtbar und werden erst durch die Vermehrung der Bakterien sichtbar. Während dieser Entwicklungszeit bestehen die Bilder aus lebender Materie. Nach der Präparation sind nur noch die von den Bakterien gebildeten Farbstoffe übrig. Keine Gefahr also, dass sich ein Bild später optisch verändert oder sich die Bakterien von der Leinwand entfernen.

Für seine Kunstwerke geht Erich Schopf regelmäßig auf Bakterienfang. Die Exemplare, die sich als unempfindlich gegen die UV-Strahlung des Tageslichts erweisen, werden in Schopfs Bakterien-Ensemble aufgenommen und erhalten einen Künstlernamen, meist in Anlehnung an den Fundort: "Angmassalik-Gelb" etwa steht für den Fundort Angmassalik im Südosten Grönlands. "Snorri-Orange" ist nach dem altisländischen Dichter Snorri Sturluson benannt. Isoliert wurde der Bakterien-Stamm in einem Thermalbecken seines Hauses in Reykholt auf Island, das Archäologen frei gelegt haben.

Im Internet unter:
http://www.fu-berlin.de/langenacht

Termin und Ort:
Samstag, 9. Juni 2007, von 17.00 bis 1.00 Uhr
Freie Universität Berlin, Königin-Luise-Str. 12?16, 14195 Berlin, U-Bhf. Dahlem-Dorf (U3)


Ilka Seer, Freie Universität Berlin
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Den Alltag von Tierärzten hautnah erleben. Veterinärmediziner der Freien Universität machen am 9. Juni die "Lange Nacht" zum "Tag der Offenen Tür" 
 Kind und Karriere: Deutschland ist Schlusslicht