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Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 09.10.07

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Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 09.10.07

Leitfaden für Tätigkeiten mit Nanomaterialien veröffentlicht

Einerseits als Lösung für die Probleme des 21. Jahrhunderts gefeiert, andererseits als Problem für Umwelt und Gesundheit gefürchtet, befinden sich Nanopartikel in einer kontroversen Diskussion. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) beteiligt sich an der Entwicklung und Durchführung einer nationalen Forschungsstrategie, um etwaige Risiken der Nanotechnologie zu ermitteln und zu bewältigen. In Zusammenarbeit mit dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) entstand der "Leitfaden für Tätigkeiten mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz". Der Leitfaden kann unter der Adresse http://www.baua.de/nanotechnologie von der Homepage der BAuA als PDF-Datei (189 KB) herunter geladen werden.

Die BAuA und der VCI führten im Frühjahr 2006 gemeinsam eine Umfrage zum Arbeitsschutz beim Umgang mit Nanomaterialien unter den Mitgliedsunternehmen des VCI durch. Ziel der Umfrage war es, eine Übersicht zu den angewandten Verfahrensweisen der chemischen Industrie im Arbeitsschutz bei Tätigkeiten mit Nanomaterialien zu erlangen. Die Auswertung der Fragebogenaktion erfolgte durch die BAuA, der Leitfaden für Tätigkeiten mit Nanomaterialien wurde hauptsächlich vom VCI erstellt. In beiden Fällen sind während der Entwicklungsphasen mehrere Expertengespräche miteinander geführt worden.

Der Leitfaden soll eine Orientierung über Maßnahmen bei der Herstellung und Verwendung von Nanomaterialien am Arbeitsplatz geben. Die Empfehlungen geben den aktuellen Erkenntnisstand von Wissenschaft und Technik wieder.

Dazu definiert der Leitfaden den Begriff Nanomaterialien und zeigt Herstellungsverfahren auf und informiert über allgemeine Regelungen des Arbeitsschutzes. Anschließend gibt er Empfehlungen zum Schutz der Beschäftigten beim Umgang mit Nanomaterialien und zeigt den Stand und die Entwicklung der Messtechnik bei Nanopartikeln auf. Im Anhang befindet sich eine Checkliste zur Gefährdungsbeurteilung von Nanomaterialien.

Es ist geplant, den Leitfaden spätestens Mitte 2008 an den fortschreitenden Kenntnisstand anzupassen und weiter zu spezifizieren.

Weitere Informationen:


Jörg Feldmann, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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