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Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), 04.09.06

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Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), 04.09.06

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Ergebnisse eines Europäischen Evaluatorenworkshops in der FAL in Braunschweig

Am 27. -29. Juni fand in der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braun-schweig ein Europäischer Workshop für Evaluatoren der Investitionsförderung statt. Im Zentrum des Interesses standen dabei zwei Maßnahmen, die im Rahmen der Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums gefördert werden: das Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) und die Förderung von Investitionen für die Verbesserung der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte. Der Tagungsband liegt nun vor (in englischer Sprache) und kann auf den Internetseiten der FAL abgerufen werden:

http://www.fal.de/...loads__node__en.html__nnn=true

Das Institut für Betriebswirtschaft und das Institut für Marktanalyse und Agrarhandelspolitik der FAL bewerten seit mehreren Jahren Investitionsförderungsmaßnahmen im Auftrag des Bundes und der Länder. Obwohl vergleichbare Evaluationen auch in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) durchgeführt werden, findet eine internationale Diskussion über die Bewertungsmethoden und -ergebnisse bislang kaum statt. Vor diesem Hintergrund hatte die FAL Evaluatoren aus den verschiedenen EU-Mitgliedstaaten nach Braunschweig eingeladen. An dem Workshop haben 35 Evaluatoren aus zwölf Ländern teilgenommen, die in wissenschaftlichen Einrichtungen, in der Verwaltung oder bei Consulting-Unternehmen arbeiten.

Eine wesentliche Erkenntnis des Workshops ist, dass, obgleich sich die Maßnahmen zwi-schen den Mitgliedstaaten hinsichtlich der Ziele, Implementierung und Schwerpunkte der Förderung bisweilen stark unterscheiden, die methodischen Herausforderungen für die Evaluation ähnlich sind. Es wurde deutlich, dass die Bewertung der Effektivität und Effizienz bislang in allen Ländern auf fundamentale methodische und datenbezogene Schwierigkeiten stößt. Als problematisch im Hinblick auf aussagekräftige Bewertungen erwies sich auch, dass essentielle Voraussetzungen für die Durchführung einer Evaluation in der Regel fehlen. So lassen die Entscheidungsträger fast immer eine klare und überprüfbare Interventionslogiken einschließlich eindeutiger Förderziele zu den Fördermaßnahmen und -programmen vermissen. Meistens fehlt den Fördermaßnahmen und -programmen eine fundierte Beschreibung der sektoralen oder regionalen Ausgangssituation, die die Identifizierung der Problemlagen und späterer Veränderungen erlauben würde (ex ante-Bewertung).

Allerdings waren auch die Auffassungen über die anzustrebende inhaltliche Tiefe der Evaluation seitens der Teilnehmer sehr unterschiedlich. Während für einen Teil der Teilnehmer die Erfüllung der Vorgaben der EU-Kommission als ausreichend empfunden wird, se-hen andere es als Aufgabe der Evaluation an, grundsätzliche Aussagen über Sinn und Nutzen einer Maßnahme treffen zu können. Als Ergebnis der Diskussion konnten wesentliche Voraussetzungen für eine künftig erfolgreiche Bewertungsarbeit formuliert werden.

Kontakt: Dipl.-Ing. agr. Bernhard Forstner, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), Institut für Betriebswirtschaft, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig, Tel: 0531 596 5233, E-Mail: bernhard.forstner@fal.de

Weitere Informationen:


Margit Fink, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL)
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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