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Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und..., 17.03.06

Kongress der Mikrobiologen ab Sonntag in Jena - Erwartungen mit 1.300 Teilnehmern aus vier Kontinenten übertroffen

Der Kongress spiegelt den aktuellen Stand der mikrobiologischen Forschung wider. Mikroorganismen bilden ein unerschöpfliches Reservoir für neue Wirkstoffe wie Antibiotika, Krebsmedikamente oder Cholesterinsenker. Experten schätzen, daß erst 3-5% aller Mikroorganismen bekannt sind. Deshalb wird mit modernsten Methoden versucht, bisher unbekannte Mikroben als Quelle neuer Wirkstoffe zu entdecken. Das wird immer wichtiger, weil schwer bekämpfbare Krankheitserreger weltweit im Vormarsch sind. Dazu gehören Antibiotika-resistente Bakterien und in zunehmendem Maße auch Pilze. Die meisten durch Pilze ausgelösten Infektionen können noch nicht wirksam geheilt werden. Mikrobiologen erforschen mit Hochdruck neue Wirkstoffe, die sich gegen solche Pilze richten.


Auf der Tagung werden auch aktuelle Forschungsergebnisse über ein prominentes Bakterium präsentiert, dem erst kürzlich weltweite Aufmerksamkeit zuteil wurde. Für die Entdeckung von Helicobacter pylori als Hauptverursacher von Magengeschwüren und -entzündungen, wurde 2005 der Nobelpreis für Medizin vergeben.

Ein weiteres Tagungsthema sind neue biotechnologische Verfahren. Hier werden etwa Produktionsprozesse für die umweltfreundliche Herstellung von Medikamenten, Impfstoffen und Vitaminen mit Mikroorganismen erforscht. Diese Methoden der sogenannten "weißen Biotechnologie" haben den großen Vorteil, dass keine Krankheitserreger wie z.B. Viren in den Produkten enthalten sein können. Bei diesen sicheren, schnellen und preiswerten Verfahren können Patienten sicher sein, durch Verabreichung von Medikamenten nicht etwa an Hepatitis oder AIDS zu erkranken.

Im Rahmen einer begleitenden Ausstellung stellen die Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse auf über 500 Postern vor. Die besten Beiträge werden mit Preisen ausgezeichnet. Auf der parallel verlaufenden Fachausstellung präsentieren sich 48 Sponsoren und Aussteller, darunter bekannte Unternehmen wie Analytik Jena, Merck, Pfizer, Schering und Zeiss. Am Dienstag verleiht die VAAM Promotionspreise an die besten Nachwuchswissenschaftler.

Ort dieser wichtigsten Jahresveranstaltung der deutschen Mikrobiologen ist der Campus der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Mit dem Tagungsort Jena verbindet sich in der Mikrobiologie und Naturstoff-Forschung seit Jahrzehnten ein hervorragender internationaler Ruf. Die anerkannte Stellung dieses Wissenschaftsstandortes äußert sich heute in einer Vielzahl von wissenschaftlichen Einrichtungen und Firmen, die sich in Jena angesiedelt haben.
Die Tagung wird ausgerichtet von den Mikrobiologen der Friedrich-Schiller- Universität Jena. Tagungspräsident ist Prof. Dr. Axel A. Brakhage, der gleichzeitig Direktor des Leibniz-Institutes für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut - in Jena ist.

Ansprechpartner
Dr. Michael Ramm
Wissenschaftliche Organisation
Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie
- Hans-Knöll-Institut -
Beutenbergstrasse 11a
07745 Jena
Tel.: 03641/ 65-6642
Fax: 03641/ 65-6620
E-Mail: michael.ramm@hki-jena.de
Presseservice: pr@hki-jena.de

Weitere Informationen:


Heiner Schaumann, Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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