Juryentscheidung zum Wettbewerb "Familie in der Hochschule": Auszeichnung für familienfreundliche Hochschulen
Folgende Hochschulen wurden ausgezeichnet:
Medizinische Hochschule Hannover
Philipps-Universität Marburg
Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Freie Universität Berlin
Fachhochschule Potsdam
Hochschule Wismar
Technische Fachhochschule Berlin
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Diese acht Hochschulen werden in den nächsten zwei Jahren mit jeweils 100.000 Euro in der Weiterentwicklung ausgewählter Aspekte ihrer Konzepte unterstützt. In den nächsten Monaten werden sie zu einem "best practice Club" zusammentreten und ihre Konzepte in Workshops und Kongressen weiterentwickeln und öffentlich vorstellen.
Die prämierten Hochschulen werden dabei unterstützt, ihre Angebote für Studierende und Lehrende mit Kindern weiter zu verbessern. "Die Vereinbarkeit von Studium und Arbeit mit Familie wird zunehmend wichtig für die Hochschulen, die in einem harten bundesweiten und internationalen Wettbewerb um die klügsten Köpfe stehen. Nur mit den besten Köpfen kann exzellente Forschung und Lehre langfristig gesichert werden. Auch wenn Familienfreundlichkeit sicher für Väter und Mütter gleichermaßen gilt - ganz besonders wichtig für den Wissenschaftsstandort Deutschland ist es, das große Defizit an Wissenschaftlerinnen auszugleichen. Hier sind uns die anderen Industrienationen oft weit voraus. Familienfreundlichkeit ist also kein Wahlfach, sondern Pflichtprogramm für die Hochschulen", so Tiefensee.
Frau Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, war von den Wettbewerbsbeiträgen beeindruckt. "Die Vielfalt an innovativen Handlungsansätzen in den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen zeigt, dass das Thema Familie und demographischer Wandel immer mehr in den Fokus kommt. Es ist wichtig, dass unsere zukünftigen Eltern schon in Ausbildungszeiten "Familie" als Normalität erleben."
Prof. Dr. Detlef Müller-Böling, Leiter des Centrums für Hochschulentwicklung, unterstrich die Bedeutung einer verstärkten Familienorientierung der Hochschulen als Standortfaktor für die ganze Region: "Nur dort, wo den Bedürfnissen von Familien Rechnung getragen wird, werden Hochschulen in Zukunft gute Studierende und gute Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen bekommen."
Die Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft:
o Prof. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung
o Prof. Dr. Hans Bertram, Lehrstuhlinhaber an der Humboldt Universität zu Berlin
o Prof. Dr. h. c. Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Berlin
o Dr. Anna-Maria Dittrich, Nachwuchsgruppenleiterin an der Medizinischen Hochschule Hannover
o Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Bonn
o Dr. Gerda Ruth Neyer, Arbeitsbereichsleiterin am Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Rostock
o Prof. Dr. Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Bonn


