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Universität Dortmund, 13.02.06

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Universität Dortmund, 13.02.06

Internationaler Kongress beschreitet neue Wege in Lehre und Studium

Bildung funktioniert nicht wie ein Trichter, bei dem ungefiltert Wissen vermittelt wird. Studierende planen heute selbstständig ihre Projekte und übernehmen Verantwortung für den Lernprozess. Die Veränderungen in der Lehr- und Lernkultur sind das Thema eines großen internationalen Kongresses an der Universität Dortmund. Vom 6. bis zum 9. März treffen sich etwa 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und mehr als 15 weiteren Ländern.

Beim Jahreskongress der Arbeitsgemeinschaft für Hochschuldidaktik (AHD) diskutieren sie Forschungsergebnisse, tauschen Erfahrungen und innovative Konzepte aus. Das Thema dieser Tagung ist der "Wandel der Lehr- und Lernkulturen an Hochschulen".

"Sowohl das Lernen als auch das Lehren müssen sich verändern. An vielen Hochschulen in Deutschland tut sich etwas. Der Kongress soll diesen Prozess sichtbar machen", unterstreicht Prof. Johannes Wildt, Leiter des Hochschuldidaktischen Zentrums Dortmund, die Aktualität des Arbeitsfeldes. Welche Kompetenzen Lehrende brauchen, sei dabei eine der zentralen Fragen. "Denn so wie sie während ihrer Promotionsphase geprägt werden, so werden sie sich anschließend als Lehrende selbst verhalten." Ihre Aufgaben gehen künftig über das Präsentieren von Inhalten und die Wissensvermittlung weit hinaus. Sie beraten und begleiten die Studierenden, von denen wiederum mehr Autonomie und Verantwortung erwartet wird.

"Mit einer Organisationsreform von Studiengängen allein ist nicht viel gewonnen; dies zeigt der so genannte Bologna-Prozess", sagt Prof. Wildt, der auch Vorsitzender der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft für Hochschuldidaktik (AHD) ist. "Es kommt vielmehr darauf an, die Lehre vom Lernen der Studierenden her neu zu denken und zu gestalten". Damit ändern sich auch die Rollenbeziehungen zwischen Lehrenden und Studierenden.

Karrierebaustein Promotion, Personalentwicklung im Bologna-Prozess, eCompetence sowie Lehrerbildungsforschung und Didaktik der Lehrerbildung - dies sind nur einige der Schwerpunkte, die während der Fachtagung diskutiert werden. Das geschieht in Keynotes, Foren, Panels und Forschungswerkstätten.

Für alle Hochschulmitglieder und diejenigen, die auch außerhalb der Hochschule an der Reform von Lehre und Studium mitwirken, ist der Kongress eine gute Gelegenheit, sich über den aktuellen Wissensstand zu informieren und Anregungen für die eigene Praxis zu erhalten. Die Thematik wird derzeit auch auf hochschulpolitischer Ebene intensiv diskutiert, denn sie ist ein entscheidender Faktor im internationalen Wettbewerb der Hochschulen.

Weitere Informationen:
Dipl-Päd. Angelika Koch, Hochschuldidaktisches Zentrum,
Ruf: 0231/755 - 5534
E-Mail: angelika.koch@uni-dortmund.de
Prof. Johannes Wildt, Leiter des Hochschuldidaktischen Zentrums,
Ruf: 0231/755 - 5531

Weitere Informationen:


Ole Lünnemann, Universität Dortmund
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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