Internationaler caesar-Workshop: Nanomaterialien zur Anwendung in Medizin und Biologie

Die rasterelektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Wachstum von menschlichen Knochenzellen auf einer nanostrukturierten Oberfläche (Kohlenstoffnanoröhrchen). Das Material, das von der Arbeitsgruppe Nanopartikeltechnologie im Forschungszentrum caesar entwickelt wird, soll zukünftig für medizinische Anwendungen genutzt werden. (Foto: Forschungszentrum caesar)
Bonn, 21.09.2006. Vom 4. bis 6. Oktober 2006 treffen sich im Bonner Forschungszentrum caesar internationale Wissenschaftler zum Erfahrungsaustausch über medizinische und biologische Anwendungen der Nanotechnologie. Der Workshop zielt darauf ab, über Fachgrenzen hinaus die Zukunftschancen dieses noch jungen und aufstrebenden Forschungsgebietes zu diskutieren. Die Teilnehmer reisen aus den USA, Europa, Russland und Israel nach Bonn. Im Rahmen des "NATO-Programms für Sicherheit durch Wissenschaft" wird der Workshop finanziell von der NATO unterstützt. Die Organisatoren sind Prof. Michael Giersig, Leiter der Arbeitsgruppe "Nanopartikeltechnologie" bei caesar, und Prof. Gennady Khomutov, Moscow State University, Russland.
Das Themenspektrum reicht von der Nutzung von Nanomaterialien in der Biomedizin über bioverträgliche Nanostrukturen, beispielsweise als Gerüst für Zellkulturen, bis hin zur Theorie und Computermodellierung. Auch wirtschaftliche Aspekte werden besprochen: In einem Vortrag wird die neu gegründete Firma "Gilupi" vorgestellt, die ein bei caesar entwickeltes Verfahren zur Herstellung eines medizinischen Nanosensors einsetzt. Die Ergebnisse der Tagung werden anschließend veröffentlicht.
Der Workshop will nicht nur fachliche Grenzen überwinden, sondern auch Ländergrenzen. Denn ein Ziel der Forschungsförderung der NATO besteht darin, Beziehungen zwischen Wissenschaftlern aus NATO-Staaten und Partnerländern aufzubauen und "Scientific Communities" in den Partnerländern zu unterstützen. Die Tagung wird von der NATO als "Advanced Research Workshop" gefördert. Diese Arbeitstreffen dienen dem intensiven Gedankenaustausch von Wissenschaftlern und Ingenieuren, die an den Grenzen eines Themas forschen, und einer kritischen Bestandsaufnahme des bestehenden Wissens. Gleichzeitig werden Wege für das zukünftige Vorgehen aufgezeigt.
Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos, eine Anmeldung unter kremer@caesar.de aber unbedingt erforderlich.


