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Universität des Saarlandes, 04.06.07

Internationale Laser-Forscher treffen sich im Saarland

Nano-Operationen an einzelnen Zellen und ihren Bestandteilen, Einblicke in lebendes Gewebe 1000 Mal genauer als mit modernsten Computertomographen oder neuartige Techniken, mit denen etwa die Zusammensetzung von Oberflächen im Nanobereich analysiert werden kann - die Lasertechnologie eröffnet neue Möglichkeiten in vielen Bereichen.
Vor allem in der Medizin verspricht der Einsatz des Lasers in Diagnostik und Therapie bessere Heilungschancen bei geringen Nebenwirkungen.
Diese Entwicklungen hat der Mikrosensoriker und Laserphysiker Prof. Dr. Karsten König wesentlich mit vorangetrieben - Anlass für etwa 100 internationale Wissenschaftler, sich vor Ort auf dem Campus und am Fraunhofer-IBMT in St. Ingbert über die aktuellsten Entwicklungen auszutauschen.


Beim Innovationstag am Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik (15. Juni 2007, Beginn 9:00 Uhr) informieren Professor König und seine Arbeitsgruppe über ihre Arbeiten zu nichtlinearen optischen Bildgebung, biomedizinischen Diagnostik und Technologieentwicklung:
Das Programm findet sich unter
http://www.uni-saarland.de/PhotonsLive2007

Prof. Dr. Karsten König
ist Professor für Mikrosensorik mit Aufbau- und Verbindungstechnik an der Saar-Universität und Abteilungsleiter für Mikrosystemtechnik/Lasermedizin am Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT in St. Ingbert. Für seine Forschungen unter anderem zur Nanochirurgie und zum Einsatz des Femtosekundenlasers in der Augenchirurgie und bei Hautkrebs wurde König mehrfach ausgezeichnet, so im Oktober 2005 mit dem Preis "Technik für den Menschen" der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Pascal Rol Award der Society for Optical Engineering.
König hat ein Femtosekunden-Lasersystem so weiterentwickelt, dass es mit sehr hoher Pulsfolge im nahen infraroten Spektralbereich arbeitet und sein Lichtstrahl in bislang einzigartig präziser Weise fokussiert werden kann. Mit diesem Lasersystem hat er den Einstieg in die Laser-Nanomedizin geschaffen, ein neuer Zweig der Medizin, der die einzelne Zelle und ihre Bestandteile in den Mittelpunkt von Diagnose und Therapie stellt. Gemeinsam mit einem Forscherteam aus Jena hat König ein neues Werkzeug zur Molekülchirurgie entwickelt: Durch Kombination aus Laser-Licht und Nanopartikel werden erstmals Bohrungen und Schnitte 2000 mal feiner als die Breite eines Haares möglich. Mit einer Größe von 40 Nanometern ist ihm und seinen Teamkollegen die weltweit kleinste optische Nano-Bohrung in ein einzelnes Chromosom gelungen.
Mit reduzierter Leistung und Spezial-Optiken gewährt das Femtosekunden-Lasersystem Einblicke in lebendes Gewebe mit bisher unbekannter Präzision - 1000 Mal genauer als Computertomographen.

Pressemitteilung "Der Laser wird zum Nano-Skalpell":
http://www.uni-saarland.de/de/medien/2007/05/1178798034

Kontakt:
Prof. Dr. Karsten König
Tel. 06894 - 980-151
E-Mail: karsten.koenig@ibmt.fraunhofer.de

Dr. Martin Stark,
Tel.: 06894 980-191
Email: martin.stark@ibmt.fraunhofer.de


Saar - Uni - Presseteam, Universität des Saarlandes
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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