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Technische Universität Chemnitz, 12.02.08

intec 2008: Noch schneller und gestochen scharf auf engstem Raum

Philipp Klimant überprüft in der virtuellen Realität den Entwurf einer mechatronischen Baugruppe. Ein optisches Trackingsystem erfasst seine Position und passt in Echtzeit die Darstellung des Konstruktionsentwurfs an seinen Blickwinkel an.
TU Chemnitz/Torsten Polzin

Noch schneller und gestochen scharf auf engstem Raum
Chemnitzer Forscher optimierten ihre mobile Anlage für Produktpräsentationen in der virtuellen Realität - Erster öffentlicher Einsatz des neuen Systems auf der Leipziger Fachmesse intec

In vielen Entwicklungsabteilungen sind Computersimulationen in virtuellen Welten Dreh- und Angelpunkt der Produktentwicklung. Doch vor dem Eintritt in die virtuelle Welt steht für viele, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen ein Hindernis: die relativ hohen Kosten für die Anschaffung der Technik für ein eigenes Virtual Reality-Labor. Wer jedoch auf einer Messe beispielsweise den Prototyp seiner neuesten Werkzeugmaschine vorstellen möchte, wird kaum ein stationäres VR-Labor auf den Messestand bringen. Wissenschaftler des Virtual Reality Center Production Engineering (VRCP) am Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionstechnik der TU Chemnitz schaffen hier Abhilfe. Sie entwickelten eine kostengünstige mobile Anlage für Präsentationen in der virtuellen Realität. Ihr Name: moVE (mobile Virtual Reality Environment). Die leicht zu transportierende und aufzubauende Anlage besteht aus zwei Notebooks, zwei Digitalbeamern, einem Trackingsystem zur Interaktion mit der virtuellen Welt sowie einer Rückprojektionsleinwand. Damit können Unternehmen die perfekte Illusion an jedem Ort ermöglichen, ohne enorme Summen investieren zu müssen. "Die neueste Version dieser Anlage verfügt über leistungsfähigere Graphikhardware und hochauflösende Digitalprojektoren", sagt Prof. Dr. Dieter Weidlich, Leiter des VRCP, und ergänzt: "Damit wurde die Bildqualität enorm erhöht. Zudem kommt das System mit einem stark verkürzten Strahlengang aus, was die bisher benötigte Standfläche verringert."

Ihre Premiere erlebt die optimierte mobile VR-Anlage vom 26. bis 29. Februar 2008 auf der 11. Industrie-Fachmesse intec in Leipzig. Auf dem VEMAS-Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" (Stand G50/H51) in der Halle 3 werden den Messegästen aktuelle Anwendungen zur Planung von Fertigungsanlagen und Produktionsprozessen sowie virtuelle Prototypen von Werkzeugmaschinen demonstriert. Die Wissenschaftler stellen zudem das Leistungsspektrum des "Virtual Reality Center Production Engineering" vor.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Dieter Weidlich, Telefon 0371 531-23500, E-Mail wzm@mb.tu-chemnitz.de.


Dipl.-Ing. Mario Steinebach, Technische Universität Chemnitz
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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