Hilfe: Sie befinden sich auf...

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und..., 30.04.08

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und..., 30.04.08

Induktiv unterstütztes Laserwalzplattieren - Fraunhofer IWS Dresden auf der Messe "O & S" vom 3. - 5. Juni 2008 in Stuttgart

Momentaufnahme des Plattierprozesses, seitliche Ansicht des Walzspaltes
Foto: Fraunhofer IWS Dresden

Walzplattierte Bandprobe, im Walzzustand verdrillt
Foto: Fraunhofer IWS Dresden

Multifunktionale Halbzeuge aus metallischen Werkstoffen eröffnen Freiräume für neue konstruktive Lösungen, Produkte mit verbesserten Eigenschaften und die Reduzierung der Fertigungskosten. Für die effektive Herstellbarkeit von Halbzeugen aus schwer schweißbaren Werkstoffkombinationen wurde eine neue verfahrens- und systemtechnische Prinziplösung entwickelt - das Laserinduktionswalzplattieren.

Bei dieser Technologie der Halbzeugherstellung werden die Ausgangsbänder vor ihrem Einlauf in den Walzenstock durch eine durchgreifende induktive Erwärmung auf eine Temperatur von 40 - 80 % der Schmelztemperatur gebracht. Gleichzeitig erhitzt ein direkt in den Walzspalt zielender, linienförmig geformter Laserstrahl die beiden zu fügenden Innenseiten der Bänder unter Schutzgas bis knapp unter Schmelztemperatur. Dadurch lokalisiert sich die Verformung im Walzspalt weitgehend auf die laserstrahlerhitzten Volumina. Dies führt schon bei geringen Gesamtumformungen zu einer für die metallische Bindung ausreichenden Verformung der Bandinnenseiten.


Unter dem Einfluss des Walzendrucks und bei Vermeidung des schmelzflüssigen Zustandes bildet sich zwischen beiden Bändern ein gleichmäßiger, fehler- und grenzflächenfreier Gefügeübergang aus. Eine Aufhärtung des Vergütungsstahles wird vermieden. Das bei Walzgeschwindigkeiten bis 14 m/min plattierte Band, das unmittelbar nach dem Walzspalt kontinuierlich in Stücke geschnitten werden kann, lässt sich im walzplattierten Zustand nahezu beliebig verformen und kann somit ohne eine anschließenden Wärmebehandlung direkt weiterverarbeitet werden.

Gegenüber konventionellen Walzplattierverfahren ergibt sich bei dem bisher auf die Verarbeitung von Schmalband ausgelegten Laser-Walzplattierverfahren eine höhere Variabilität bei der Kombination verschiedener sowie unterschiedlich dicker Bandwerkstoffe. Durch die Lokalisierung der Verformung auf die unmittelbaren Fügezonenbereiche kann in nur einem Walzstich eine ausreichend innige Gefügeverzahnung erreicht werden.

Die Wirtschaftlichkeit des Laserwalzplattierverfahrens wird sehr stark von der Leistungsfähigkeit der eingesetzten Laser bestimmt. Durch die zusätzliche induktive Bandvorwärmung kann die verfügbare Laserenergie optimal genutzt und die Effektivität dieses Verfahrens wesentlich erhöht werden. Neben der Herstellung von Halbzeugen aus der Kombination härtbarer Stahl mit preiswerten oder schweißbaren Trägerwerkstoffen für die Fertigung von Werkzeugen (z.B. Bohrer, Sägebänder) und Teilen der Antriebstechnik (z.B. gebaute Nocken, Zahnstangen, gebaute Zahnräder, Spindeln) eignet sich dieses Verfahren auch für die Herstellung von Halbzeugen aus nicht oder schwer schweißbaren Nichteisen-Werkstoffkombinationen (z.B. Ti-Al, Ni-Ti, Ni-Al). Darüber hinaus kann mittels dieses Plattierprinzips eine Plattierung direkt auf der Bauteiloberfläche vorgenommen werden, z.B. bei der Fertigung von Führungsbahnen und Verschleißleisten.

Einige der mit dieser Technologie herstellbaren Halbzeuge stellt das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden erstmals auf der Messe "O&S - Internationale Fachmesse für Oberflächenbeschichtungen" vom 3. - 5. Juni 2008 in Stuttgart vor.

Besuchen Sie uns auf der "O&S - Internationale Fachmesse für Oberflächenbeschichtungen" vom 3. - 5. Juni 2008 in Stuttgart in Halle 4 Stand D79.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:

Dipl.-Ing. Volker Fux
Telefon: (0351) 25 83 243
Telefax: (0351) 25 83 210
E-mail: volker.fux@iws.fraunhofer.de

Marketing:
Dr. Ralf Jäckel
Telefon: (0351) 25 83 444
Telefax: (0351) 25 83 300
E-mail: ralf.jaeckel@iws.fraunhofer.de

Internet: http://www.iws.fraunhofer.de
und http://www.iws.fraunhofer.de/presse/presse.html

Attraktive Fotos stellen wir Ihnen auf Wunsch gern zur Verfügung.

Weitere Informationen:


Dr. Ralf Jaeckel, Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
UN-Naturschutzkonferenz - Podium in Berlin 
 Depression und Schmerz