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Fraunhofer-Gesellschaft, 10.11.06

Mehr Ideen durch Mitarbeiter und Kunden

Unter dem Titel "Ideenmanagement als Personalkostenkompensation und Innovationsmotor" veranstaltet das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS vom 23. November 2006 bis zum 01. März 2007 eine bundesweite Tagungsreihe: In zehn deutschen Städten stellen Referenten namhafter Firmen ihre Praxiserfahrungen vor und erläutern, wie sie Ideen managen.

Die Personalkosten müssen reduziert werden - in den meisten Branchen kennen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diesen Satz besser, als ihnen lieb ist. Weniger Personal führt jedoch auch zu weniger Ideen, und letztlich zu weniger Marktchancen. Wie groß der Ideenreichtum ist, der in den Köpfen der Mitarbeiter herumschwirrt, belegt eine Analyse des Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft: Fördern Unternehmer die Ideen entsprechend, können sie damit pro Mitarbeiter und Jahr einen Nutzen von etwa 10 000 Euro erzielen - und damit die Personalkosten zum Teil kompensieren.


Wie sie durch Ideenmanagement Produkte, Dienstleistungen und Betriebsabläufe verbessern, präsentieren Referenten verschiedener Unternehmen auf der Tagungsreihe "Ideenmanagement als Personalkostenkompensation und Innovationsmotor" - darunter unter anderem die Audi AG, die Deutsche Post AG sowie die ProSiebenSat.1 Media AG. Organisiert werden die Veranstaltungen, die in zehn Städten stattfinden, vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS in St. Augustin und dem Beraterunternehmen IDL-Ideenmanagement-Dienstleistungen in Remscheid.

Die Veranstaltung wird auch neuen Verfahren des Ideen- und Innovationsmanagements Raum geben. So werden Wissenschaftler des Fraunhofer IAIS ein Konzept vorstellen, mit dem neue Wege der Erfassung und Analyse von Kundenhinweisen beschritten werden sollen. "Wir wollen Unternehmen die Möglichkeit geben, sich zukünftig viel schneller und umfassender über die Meinungen ihrer Kunden zu informieren", sagt Josef Wehner, Mitarbeiter am IAIS. Was sagen die Kunden über Produkte und Leistungen? Welche Kunden sind unzufrieden und warum? Gibt es Veränderungen in den Anforderungen, die die Kunden an ein Produkt stellen? "In den meisten Unternehmen liegen die notwendigen Daten bereits vor, als Verkaufsnotizen, Serviceberichte oder Call-Center-Nachrichten", weiß Andreas Schäfer, ebenfalls Mitarbeiter am IAIS. "Eine andere immer wichtigere Informationsquelle bildet das Internet mit seinen vielen Blogs, Foren und Communities, in denen Kunden ihre Erfahrungen mit Produkten veröffentlichen und diskutieren." Ein spezielles textmininggestütztes Verfahren soll aus diesen verschiedenen Quellen unternehmensrelevante Kundenhinweise herausfiltern und automatisch auf Meinungen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge hin auswerten. Diese Informationen können in regelmäßigen, kurzen Abständen abgerufen werden, so werden die Unternehmen frühzeitig auf Veränderungen in den Kundenbeobachtungen aufmerksam gemacht. Ein solches Kundenmonitoring unterstützt nicht nur Produktverbesserungen und -neuentwicklungen. Häufen sich beispielsweise negative Hinweise, informiert eine Alarmfunktion die Geschäftsleitung - ohne dass diese selbst eine Anfrage starten müsste.

Weitere Informationen:


Marion Horn, Fraunhofer-Gesellschaft
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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