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Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel-..., 14.06.07

IAMO FORUM 2007: Wie gelingt nachhaltige ländliche Entwicklung?

HALLE (SAALE). Welche Rolle spielt die Landwirtschaft künftig in ländlichen Entwicklungsprozessen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Konferenz, die das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) veranstaltet. Der Kongress findet von Mittwoch, 27. Juni, bis Freitag, 29. Juni 2007, in Halle an der Saale statt. "Nachhaltige ländliche Entwicklung - Welche Rolle spielt der Agrar- und Ernährungssektor?" lautet der Titel dieses IAMO Forums, zu dem renommierte Agrarökonomen erwartet werden.


Neben zahlreichen Wissenschaftlern aus osteuropäischen Ländern wird Achim Fock von der Weltbank, Washington (DC), die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft in China erörtern. Flankierend wird Huang Jikun (Center for Chinese Agriculture Policy, Peking) Grundzüge chinesischer Landwirtschaftspolitik erläutern.

Internationale Aspekte von Armut und Transformation in ländlichen Gebieten wird Joachim von Braun, Generaldirektor des International Food Policy Research Institute (IFPRI), Washington (DC), darlegen. Das IFPRI gilt als eine der führenden Forschungseinrichtungen für Welternährungspolitik. Zuvor war von Braun Gründungsdirektor des Zentrums für Entwicklungsforschung in Bonn.
Die Sicht der Europäischen Union auf das Problem nachhaltiger ländlicher Entwicklung wird Dr. Peter Wehrheim von der Europäischen Kommission, Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, deutlich machen.

Ziel des IAMO-Forums ist, Perspektiven und Strategien für eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume in den neuen EU-Mitgliedsstaaten, in der Türkei und in China, aufzuzeigen. Dazu werden Fragen nach der Interaktion von ländlicher Entwicklung und Einkommensunterschieden erörtert, das wirtschaftliche Gefälle zwischen Stadt und Land untersucht sowie die Option einer Migration nach Westen erforscht.

Erwartet werden rund 150 Wissenschaftler und Entscheidungsträger aus 25 Ländern, die während des IAMO Forums multidisziplinäre Ansätze und Rahmenbedingungen diskutieren, die der nachhaltigen ländlichen Entwicklung förderlich sind. So präsentieren am ersten Konferenztag, Mittwoch, 27. Juni, Wissenschaftler vornehmlich aus Ländern Mittel- und Osteuropas ihre Forschungsergebnisse, während am Donnerstag, 28. Juni, die Vertreter der internationalen Organisationen wie Weltbank, IFPRI u. a. referieren werden.

Hintergrund

Weltweit bieten viele ländliche Regionen nur wenige Erwerbsmöglichkeiten und sind teilweise von extremer Armut betroffen, mit der Konsequenz einer systematischen Migration und sukzessiven Überalterung der Bevölkerung. Diese Entwicklungen sind, nicht zuletzt bedingt durch wirtschaftspolitische und institutionelle Hemmnisse, die Folge eines unzureichenden agrarstrukturellen Wandels sowie unausgeschöpfter Produktivitäts- und Innovationsreserven in den Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Zugleich gewinnen globale Herausforderungen des Wettbewerbs, des Umweltschutzes und des technischen Fortschrittes zunehmend an Bedeutung. Von diesen Entwicklungen zentral betroffen sind auch die Land- und Ernährungswirtschaft.

Das IAMO richtet als weltweit einmalige agrarökonomische Forschungseinrichtung seinen primären Fokus auf die tief greifenden Veränderungsprozesse und andauernden Entwicklungsdefizite in der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie der ländlichen Räume. Hauptuntersuchungsregionen sind Mittel- und Osteuropa, die Transformationsländer Zentral- und Ostasiens, die Türkei und China.

Ansprechpartner:
Dr. Martin Petrick, Prof. Dr. Gertrud Buchenrieder und Gabriele Mewes
Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO)
Theodor-Lieser-Straße 2
06120 Halle (Saale)
Tel.: +49 345 2928 110
E-Mail: forum2007@iamo.de.
Andrea Iffert, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 345 2928 330
E-Mail: iffert@iamo.de.

Weitere Informationen:


Andrea Iffert, Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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