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Tumorzentrum München an den Medizinischen..., 22.05.07

Hyperthermie als vierte Säule der Krebsbehandlung: Einladung zur Pressekonferenz am 14. Juni in Prag

Über neue Ergebnisse in der Krebsforschung geht es auf der Pressekonferenz der ESHO Tagung am 14. Juni in Prag: Amerikanische Forscher haben bewiesen, dass durch den zusätzlichen Einsatz von Hyperthermie Patientinnen mit wiederkehrendem Brustkrebs mehr als doppelt so erfolgreich behandelt werden können. Außerdem wird eine neue internationale Studie des Universitätsklinikums München zur Hyperthermie bei Weichteilsarkomen vorgestellt.

Regionale Tiefenhyperthermie bei Weichteilsarkomen
© Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH

Im Rahmen der Tagung der European Society for Hyperthermic Oncology (ESHO), die vom 13. bis 16. Juni 2007 in der tschechischen Hauptstadt stattfindet, wird unter anderen Dr. Ellen Jones von der Duke University in North Carolina ihre neue Studie vorstellen. Sie untersuchte 109 Patientinnen mit wiederkehrendem Brustkrebs, die zusätzlich zur Strahlentherapie eine Hyperthermiebehandlung erhalten hatten und verglich sie mit Patientinnen, die nur bestrahlt wurden. In der Hyperthermiegruppe verschwand der Tumor bei 68 %, in der Vergleichsgruppe bei nur 24 %.


Auch Prof. Dr. Rolf Issels vom Münchner Universitätsklinikum Großhadern wird über die Ergebnisse seiner Sarkom-Studie sprechen, die er soeben nach achtjähriger Laufzeit abgeschlossen hat. An der randomisierten Phase III Studie nahmen 340 Patienten mit Hochrisiko-Weichteilsarkomen aus europäischen und amerikanischen Zentren teil. Eine Gruppe wurde mit einer Kombination aus Chemotherapie und regionaler Tiefenhyperthermie behandelt, die andere nur mit Chemotherapie. Ziel der Untersuchung war es, die Therapieergebnisse der beiden Gruppen zu vergleichen.

Weichgewebesarkome sind äußerst bösartige Tumoren im Muskel-, lymphatischen- oder Fettgewebe, die unterhalb des Beckens oder in den oberen Extremitäten auftreten und an denen bisher über die Hälfte der Patienten sterben. Die medizinische Fachwelt hat die Studie daher mit großem Interesse verfolgt und wartet nun gespannt auf die Bekanntgabe der Ergebnisse.

Was ist Hyperthermie?
Hyperthermie ist eine ergänzende Behandlungsmethode bei Krebserkrankungen, die den Erfolg der klassischen Therapien deutlich steigern kann. Dabei wird der Tumor mithilfe gezielter elektromagnetischer Energie auf 42,5 Grad erhitzt. Die hohen Temperaturen begünstigen eine verstärkte Durchblutung des Tumors und erzielen damit eine signifikant verbesserte Wirkung von Strahlen- und Chemotherapien.

Prof. Dr. Michael Bamberg, Ärztlicher Direktor des Unversitätsklinikums Tübingen und Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. sagt: "Richtig angewendet, kann man die Hyperthermie neben der Chirurgie, Strahlentherapie und Chemotherapie als vierte Säule der Krebsbehandlung betrachten. Gerade bei fortgeschrittenen Tumoren können wir mit der Hyperthermie in Kombination mit den anderen Verfahren erstaunliche Erfolge erzielen: Das Spektrum reicht von der signifikanten Verbesserung der Lebensqualität und der Lebensverlängerung bis hin zur vollständigen Heilung bei manchen Tumorarten."

Einmal jährlich treffen sich Onkologen und Strahlentherapeuten auf der ESHO-Konferenz, bei der über die neuesten Studien und Erfahrungen zur Hyperthermie berichtet wird. Dieses Jahr findet die Tagung in einem besonders attraktiven Ambiente statt: In der historischen Bethlehem-Kapelle mitten in der Altstadt von Prag.

Journalisten sind zur Pressekonferenz der ESHO am Donnerstag, den 14. Juni, um 17.30 Uhr und zum anschließenden Abendessen herzlich eingeladen.

Interessierte wenden sich bitte an:

Dr. Erentraud Hömberg
Büro für Medizinpublizistik
und Klinik-Kommunikation
Tel.: 089/81 17 97 67
Fax: 089/81 17 97 69
Mobil: 0170/ 58 36 498
E-Mail: hoemberg@klinik-kommunikation.de

Weitere Informationen:
  • http://Das Programm der Tagung können Sie herunterladen unter:
  • http://Informationen zur Hyperthermie finden Sie unter:http://www.hyperthermie.org


Dr. Erentraud Hömberg, Tumorzentrum München an den Medizinischen Fakultäten der LMU und
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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