Hilfe: Sie befinden sich auf...

Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung..., 03.02.07

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung..., 03.02.07

Hochwasser - Vom Schutz zum Risikomanagement / Pressegespräch am 6. Februar in Dresden

Vom 6. bis 7. Februar kommen in Dresden auf dem Europäischen Symposium zur Hochwasserrisikoforschung über 250 Wissenschaftler aus 38 Staaten zusammen, um aktuelle Erkenntnisse und Methoden zum Risikomanagement vorzustellen und Erfahrungen aus verschiedenen Ländern Europas zu diskutieren. Knapp fünf Jahre nach der verheerenden Elbeflut geht damit von Dresden ein wichtiges Signal im Hinblick auf den künftigen Umgang mit Hochwasser aus. Die Medien sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen.

Nach extremen Hochwasserereignissen in Mitteleuropa seit Mitte der 1990er Jahren sind erhebliche Schutzanstrengungen unternommen worden. An vielen Stellen wurden die Deiche erhöht und verstärkt. Allerdings bieten Deiche keinen absoluten Schutz. Durch die rapide Zunahme der Besiedlung hinter den Deichen und in den Flussauen haben sich deshalb die Schadenspotenziale weiter erhöht. Wissenschaftler fordern nun ein umfassendes Risikomanagement. Dazu sollen die potenziellen Schäden einbezogen werden, die bei Extremereignissen oder Versagen von Schutzanlagen eintreten. Außerdem sei es notwendig, die Veränderung der Hochwasserrisiken durch den Klimawandel und die Siedlungsentwicklung zu berücksichtigen. Diese Aufgaben könnten nur ressort- und gebietsübergreifend bewältigt werden.


"Die Bedeutung des Risikoansatzes und die daraus resultierende Notwendigkeit zur Zusammenarbeit zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen und gesellschaftlichen Akteuren werden daher zentrale Themen des Symposiums sein", sagt Dr. Jochen Schanze, wissenschaftlicher Koordinator des Dresden Flood Research Center (D-FRC) und Leiter der Veranstaltung. Die Veranstaltung wird vom D-FRC gemeinsam mit dem Bundesforschungsministerium (BMBF) und der Europäischen Kommission durchgeführt und von Staatssekretär Professor Frieder Meyer-Krahmer vom BMBF eröffnet. Das inhaltliche Spektrum der Veranstaltung reicht von der Niederschlags- und Wasserstandsvorhersage über die Prognose von Hochwasserschäden bis zur gesellschaftlichen Steuerung des Risikos. Als Ergebnis des Symposiums soll am 7. Februar eine Dresdner Erklärung zum Hochwasserrisikomanagement verabschiedet werden.

Die Wissenschaftler sprechen von einem Paradigmenwechsel vom Sicherheitsdenken zur Risikokultur. Simulationsmodelle zur Analyse und Vorhersage von Risiken sowie Bewertungs- und Planungsansätze liefern wichtige Grundlagen für gesellschaftliches Handeln. Entscheidend wird es sein, inwieweit die öffentlichen Entscheidungsträger und die Betroffen in den Flussauen diese Möglichkeiten nutzen. "Eines ist deutlich geworden", erläutert Jochen Schanze, "Hochwasserrisiken sind häufig mit erheblichem Nutzen während der überschwemmungsfreien Perioden verbunden. Es kommt also auch auf eine gerechte Aufteilung von Schadensrisiken, Vorsorgemaßnahmen und Nutzen zwischen den privaten Eigentümern und der gesellschaftlichen Solidargemeinschaft an."

Hinweis für Medienvertreter: Einladung zum Pressegespräch

Wir laden Medienvertreter herzlich zu dem im Rahmen der Veranstaltung stattfindenden Pressegespräch ein:

Zeit:
Dienstag, 6. Februar 2007, 10:30 Uhr

Ort:
Internationales Kongresszentrum Dresden
Seminarraum 2
Ostra-Ufer 2
01067 Dresden

Teilnehmer:
Staatssekretär Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer (BMBF)
Marta Moren Abat (Europäische Kommission, Generaldirektorat Forschung)
Dr. Jochen Schanze (D-FRC)

Wir bitten um Anmeldung bei:
Dipl.-Geogr. Anja Petkov
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR)
Tel.: 0351/4679-241
Fax: 0351/4679-212
E-Mail: a.petkov@ioer.de

Weitere Informationen:
  • http://Dresden Flood Research Center: www.Dresden-FRC.de


Anja Petkov, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Überwiegend gute Noten für die Ressortforschung 
 "Feinstaub - klein und gemein": Konsequenzen aus der Feinstaubdiskussion