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Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 27.07.07

Forschungsgelder für Banknotendruck

Eine Forschungsstelle für drei Jahre hat sich der Lehrstuhl für Mustererkennung der Universität Erlangen-Nürnberg durch die Zusammenarbeit mit der Münchner Firma Giesecke & Devrient (G&D) gesichert. Mit dem kürzlich unterzeichneten Kooperationsvertrag wurde das Fundament für eine enge Zusammenarbeit gelegt. Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Joachim Hornegger zeigte sich über die Vereinbarung äußerst zufrieden: "Wir haben hier die einmalige Chance, mit einem Weltmarktführer auf dem Gebiet des Banknotendrucks langfristig zu kooperieren." Die von G&D finanzierte Stelle kann für eine Promotion genutzt werden.

Inhaltlich geht es um die optimale Gestaltung von Einzelkomponenten und Systemen in der Wertschöpfungskette von Banknoten. Mit der Einführung des Euro als Zahlungsmittel im Jahr 2002 wurden beispielsweise die neuen Geldscheine zum Schutz gegen Fälschungen mit mehreren aufwändigen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet. Es soll erforscht werden, wie die Bearbeitung von Banknoten weiter standardisiert und automatisiert werden kann, um die Effizienz in der Produktion zu erhöhen und Kosten zu sparen.

Giesecke & Devrient ist ein internationaler Technologiekonzern mit über 150-jähriger Tradit­ion und Tochterunternehmen und Joint Ventures in der ganzen Welt. Im Jahre 1852 gegründet, hat sich G&D zunächst auf den Banknotendruck und die Lieferung von Sicherheitspapieren und Systemen zur Banknotenbearbeitung spezialisiert. Heute ist G&D auch Technologieführer bei Smart Cards und Lösungsanbieter u. a. für die Bereiche Telekommunikation, elektronischer Zahlungsverkehr, Identifizierung, Gesundheit, Transport sowie Internet-Sicherheit. Die Division Banknotenbearbeitung entwickelt und liefert Lösungen zur Zählung, Prüfung, Sortierung, Verpackung, Vernichtung und Brikettierung von Banknoten ("System Banknote"). Im Geschäftsjahr 2005 beschäftigte das Unternehmen Giesecke & Devrient weltweit 7.539 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von 1,24 Milliarden Euro.

Die Universität Erlangen-Nürnberg, gegründet 1743, ist mit 26.600 Studierenden, 83 Instituten, 550 Professoren und 2000 wissenschaftlichen Mitarbeitern die größte Universität in Nordbayern. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen an den Schnittstellen von Naturwissenschaften, Technik und Medizin in enger Verknüpfung mit Jura, Theologie, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften.

Weitere Informationen für die Medien:

Prof. Dr. Joachim Hornegger
Tel.: 09131/85-27883
Joachim.Hornegger@informatik.uni-erlangen.de


Ute Missel, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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