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Universitätsklinikum Ulm, 11.07.07

Forschungsergebnisse des Universitätsklinikums Ulm öffnen neue Wege zur Überwindung von Chemotherapie-Resistenzen bei Leukämie-Patienten

Die bisherigen Forschungsergebnisse können neue Wege zur Überwindung der Chemotherapieresistenz von Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) weisen. Daraus folgt eine bessere Vorhersage des Krankheitsverlaufs, die eine risikoangepasste Behandlung von AML Patienten erlaubt.

Die Core Binding Factor (CBF) Leukämie stellt eine prognostisch günstige Untergruppe der akuten myeloischen Leukämie (AML), der häufigsten akuten Leukämie des Erwachsenenalters, dar. Trotzdem erleidet circa ein Drittel der Patienten innerhalb des ersten Jahres einen Rückfall und erkrankt erneut an Leukämie. Dr. Lars Bullinger von der Universitätsklinik für Innere Medizin III und Kollegen gelang es, mit Hilfe neuer Technologien die molekulare Vielfalt, die den klinischen Unterschieden der CBF AML zugrunde liegt, zu erfassen. Diese Einblicke in die Biologie der AML ermöglichen neue Wege zur Überwindung der Chemotherapieresistenz von AML Patienten. Das Projekt wurde von der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. mit rund 200.000 Euro gefördert.


Um AML Patienten risikoangepasst behandeln zu können, benötigen Ärzte Faktoren, die eine genauere Vorhersage des klinischen Verlaufs zulassen. Einer dieser prognostischen Faktoren ist das Vorhandensein von chromosomalen Veränderungen in den Leukämiezellen. Mit Hilfe der innovativen DNA Microarray Technologie, welche die Möglichkeit bietet, parallel die Ausprägung von tausend Genen zu bestimmen, konnte das Forscherteam um Dr. Bullinger die molekulare Vielfalt, die den klinischen Unterschieden der CBF AML zugrunde liegt, erfassen. Den Ulmer Forschern gelang es, basierend auf charakteristischen Ausprägungsmustern von Genen neue prognostisch relevante Untergruppen der CBF Leukämie zu identifizieren.

Die Entdeckung dieser bislang unbekannten Untergruppen liefert neue Einblicke in die Entstehung der AML, die zu einem besseren Verständnis der molekularen Mechanismen der Leukämieentstehung beitragen und somit auch neue Wege zur Überwindung der Chemotherapieresistenz von AML Patienten aufweisen können. Daraus folgt eine bessere Vorhersage des Krankheitsverlaufs, die eine risikoangepasste Behandlung von AML Patienten erlaubt.

Die vollständige Publikation ist bereits auf den online Seiten des renommierten Fachmagazins blood nachzulesen.

Der spanische Tenor gründete 1995 die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. - aus Dankbarkeit dafür, dass er selbst seine Leukämie-Erkrankung nach einer Stammzelltransplantation überwunden hat. Die Stiftung förderte bislang 593 Projekte. Dazu gehören die Förderung von Wissenschaft und Forschung, die Finanzierung von Strukturmaßnahmen, wie zum Beispiel der Bau von Transplantationseinheiten, Tageskliniken oder Rehabilitationszentren, und die Unterstützung von Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen. Weitere Informationen und Einblicke in die Projekte gibt es unter www.carreras-stiftung.de.

Spendenkonto:
Dresdner Bank AG
BLZ: 700 800 00
Konto: 319 966 601

Weitere Informationen:

Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e. V.
Anne Rein
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Arcisstraße 61
80801 München
Tel: 089 / 27 29 04 - 40
E-Mail: presse@carreras-stiftung.de

Universitätsklinikum Ulm
Petra Schultze
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Albert-Einstein-Allee 29
89081 Ulm
Tel: 0731 / 500 - 43025
petra.schultze@uniklinik-ulm.de

Weitere Informationen:


Petra Schultze, Universitätsklinikum Ulm
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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