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Deutsches Museum, 27.02.08

Forschung und Technik 1800-1850 - Ausstellung zum Tag der Archive 2008 im Lesesaal des Archivs der LMU

Das Archiv des Deutschen Museums zeigt am 1. März 2008, dem Tag der Archive, die Ausstellung "Wie alles begann: Forschung und Technik 1800-1850" im Archiv der Ludwig-Maximilians-Universität München (Universitäts-Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1, Lesesaal des Archivs). Von 10 bis 17 Uhr werden ausgewählte Originaldokumente gezeigt, welche die Innovationskraft des Standorts München und die Auswirkungen in unsere Zeit demonstrieren.

Fraunhofer - Absorptionslinien im Sonnenspektrum, 1814
Foto: Deutsches Museum

Steinheil - Erste deutsche Fotografie, 1839. Aufgenommen in der heutigen Fußgängerzone.
Foto: Deutsches Museum

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entfaltete sich im agrarischen Bayern eine spezialisierte und in Teilen weithin führende Gewerbe- und Technologiekultur. Markant ist die Bedeutung der Optik. Joseph von Fraunhofer entdeckte 1814 als erster mit selbst entwickelten Instrumenten die nach ihm benannten Absorptionslinien im Sonnenspektrum. Carl August von Steinheil produzierte fast schon industriell Objektive, die in den führenden Sternwarten Europas zum Einsatz kamen. Weiterhin fertigte er 1839 in der Münchner Neuhauserstraße die ersten deutschen Fotografien, legte ein komplexes Alphabet für seinen Schreibertelegrafen vor und löste mit seinem optischen Bierprober einen gewaltigen Aufruhr unter den Bierproduzenten aus. Im Nymphenburger Schlosspark baute Joseph von Baader eine erste Versuchsstrecke für eine Eisenbahn, für die er schon 1810 ein Radsystem konzipiert hatte. Jahrzehnte vor Einführung der ersten öffentlichen Gasbeleuchtung in München entwarf Georg von Reichenbach 1818 ein Projekt zur Beleuchtung der Königlichen Residenz.

Das Archiv des Deutschen Museums zählt zu den weltweit führenden Spezialarchiven zur Geschichte der Naturwissenschaft und Technik. In 4,5 Regalkilometern werden zentrale Nachlässe bedeutender Wissenschaftler, Nobelpreisträger und Forscher, alte Handschriften und Urkunden, Pläne und technische Zeichnungen, umfangreiche Archive von Firmen und wissenschaftlichen Institutionen sowie rund eine Million Fotografien verwahrt.

"Forscher, Entdecker, Institutionen: Wissenschaft und Technik in München" ist eine gemeinsame Veranstaltung des Archivs der Ludwig-Maximilians-Universität München, des Archivs des Deutschen Museums, des Historischen Archivs des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie und des Werner Heisenberg-Archivs des Max-Planck-Instituts für Physik.


Bernhard Weidemann, Deutsches Museum
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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