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Fachhochschule Bochum, 09.02.06

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Fachhochschule Bochum, 09.02.06

FH Bochum beteiligt sich an neuer Chinesisch-Deutscher Hochschule

Prof. Dr. Werner Roddeck.

170 Studierende sind inzwischen an der CDHAW in drei Studiengängen eingeschrieben. Die in China angebotenen Studienbereiche decken sich mit den Anforderungen der Industrie: Versorgungstechnik, Fahrzeugservice/ Kundenbetreuung und Mechatronik. Die Fachhochschule Esslingen ist in dem gebildeten Konsortium die federführende Hochschule und zusätzlich zuständig für den Studiengang Mechatronik. Die Fachhochschule Erfurt ist für den Studiengang Versorgungstechnik, die Fachhochschule Braunschweig-Wolfenbüttel für Fahrzeugtechnik/Kundenbetreuung verantwortlich.


Das Konzept der neuen Hochschule entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der chinesischen Tongji-Universität vor vier Jahren. Die Tongji-Universität hat circa 55.000 Studierende und wurde 1907 von dem deutschen Arzt Erich Paulun gegründet. Als "Fenster nach Deutschland" spielt die Tongji-Universität für die deutsch-chinesischen Beziehungen eine große Rolle. Bei der Übertragung des Modells der deutschen Fachhochschulen an die Universität soll in Zukunft die praktische Ausbildung, gemeinsam mit dem Lernen der deutschen Sprache und Kultur, einen breiten Raum im vierjährigen Bachelor-Studium einnehmen.

Das neue Modell verstehen die beteiligten Hochschulen keineswegs als Studienangebot auf niedrigerem Niveau. Der Gesamtkoordinator, Prof. Dr. Hans Wilhelm Orth, ehemaliger Rektor der FH Lübeck, erklärte in einem Pressegespräch: "Der Anspruch in diesem Studium ist hoch. Die Absolventen werden ein hohes Maß an Theorie gelernt haben. Sie müssen die Theorie aber auch in die Praxis umsetzen und das auch noch in zwei Sprachen." Die Studierenden erlernen die deutsche Sprache, da große Teile des Studiums auch in Shanghai in deutscher Sprache gelehrt werden. Wesentliches Element des Studiums ist ein einjähriger Studienaufenthalt in Deutschland, in dem an den Hochschulen des Konsortiums studiert wird. In diesem Jahr vorgesehen sind außerdem Betriebsphasen sowie die Erarbeitung der Abschlussarbeit. Die chinesischen Studierenden werden zusätzlich den deutschen Abschluss erwerben können.

Der jetzt geschlossene Konsortialvertrag, der im Beisein von Vertretern der Tongji-Universität, der chinesischen Botschaft, des DAAD, der Hochschulrektorenkonferenz, und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterschrieben wurde, hat die Aufgabe, die Lehre und den Austausch auf ein breites Fundament zu stellen. So sollen Professoren der Fachhochschulen sowie Lehrbeauftragte deutscher Firmen in China unterrichten; chinesische Dozenten sollen in Deutschland mit einer Gastdozentur ihre Deutschkenntnisse erweitern und gleichzeitig die praxisorientierte Arbeit an deutschen Fachhochschulen kennen lernen.

Und nicht zuletzt soll die CDHAW auch deutschen Studierenden einen Anreiz bieten und keine Einbahnstraße sein. Der stellvertretende Präsident der Tongji-Universität, Prof. Qi Dong, bekräftigte in seiner Ansprache vor allem diese Gegenseitigkeit: "Wir hoffen, auch deutsche Studierende an der Tongji-Universität aufnehmen zu dürfen."

Weitere Informationen:


Detlef Bremkens, Fachhochschule Bochum
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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