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Jahr der Mathematik, 23.01.08

Die Faszination der Mathematik erleben.

Bundesministerin Schavan eröffnet das Jahr der Mathematik

Der Startschuss zum Jahr der Mathematik ist gefallen. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan hat am Mittwochabend in Berlin das Wissenschaftsjahr 2008 eröffnet - es steht unter dem Motto "Mathematik. Alles, was zählt." Das Wissenschaftsjahr soll der Öffentlichkeit die Vielfalt und Bedeutung der Mathematik deutlich machen und insbesondere Kinder und Jugendliche für diese spannende Wissenschaft begeistern.

"Mathematik ist eine faszinierende Wissenschaft, für die wir werben wollen. Zudem ist das Beherrschen der Mathematik ein entscheidender Wettbewerbsfaktor in unserer Wissensgesellschaft," sagte Bundesministerin Schavan in ihrer Eröffnungsrede. "Mathematik macht viele Produkte und Dienstleistungen besser. Und viele Produkte und Dienstleistungen - wie Computertomographie und die mobile Kommunikation - werden durch Mathematik überhaupt erst möglich. Hightech gibt es nicht ohne Mathematik. Mathematik ist außerdem die gemeinsame Sprache der Naturwissenschaften - und so knüpfen wir mit dem aktuellen Wissenschaftsjahr auch an das Jahr der Geisteswissenschaften an," sagte Schavan.


Das Jahr der Mathematik ist das neunte in der Reihe der Wissenschaftsjahre der Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD), der Deutsche Telekom Stiftung und der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) ausgerichtet. Zahlreiche Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik laden mit vielfältigen regionalen und überregionalen Veranstaltungen, Ausstellungen, Wettbewerben und Festivals dazu ein, Mathematik zu erleben.

Ein wichtiges Ziel im Wissenschaftsjahr 2008 ist es, junge Menschen für Mathematik zu begeistern. Denn Mathematik ist eine Schlüsselkompetenz. Gute mathematische Kenntnisse sind unverzichtbar für zahlreiche Berufe und Studiengänge und bieten hervorragende Chancen in der Arbeitswelt - besonders vor dem Hintergrund des großen Bedarfs an gut ausgebildeten Fachkräften.

Das Jahr der Mathematik knüpft an die Aufbruchstimmung in der deutschen Bildungs- und Forschungslandschaft an, die sich in den ermutigenden Ergebnissen der letzten PISA-Studie abzeichnet. Hier schnitten die deutschen Schülerinnen und Schüler bei den naturwissenschaftlichen Ergebnissen gut ab und lagen signifikant über dem OECD-Durchschnitt. Im Kompetenzbereich Mathematik waren die Leistungen jedoch nach wie vor - trotz leichter Verbesserungen - nur durchschnittlich. Selbst Schüler, deren Begabungen in diesem Bereich überdurchschnittlich sind, zeigten ein im internationalen Vergleich sehr niedriges Interesse für diese Disziplin.

Zu den Höhepunkten des Wissenschaftsjahres 2008 zählen der Wissenschaftssommer in Leipzig (28. Juni - 4. Juli 2008) und das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft, das von Mai bis September in über 30 deutschen Städten Station machen wird. "Das Wissenschaftsjahr 2008 ist eine gute Gelegenheit, das immense Anwendungsspektrum der Mathematik am Beispiel ausgewählter Themen zu verdeutlichen", sagte Prof. Dr. Gerold Wefer, Vorsitzender des Lenkungsausschusses von Wissenschaft im Dialog (WiD). "Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr mit der MS Wissenschaft und dem Wissenschaftssommer in Leipzig dazu beitragen können, Menschen für Forschung und Technik zu begeistern und das Wissenschaftsjahr zu einem Erfolg zu machen. "

"Die Mathematik muss ihren 'Schreckensfach-Charakter' verlieren", forderte Dr. Klaus Kinkel, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung. "Innovative Ansätze für mathematische Bildung wie die Stiftung sie bereits in Kindergärten, Schulen und Hochschulen fördert, können dazu beitragen, das Bild der Mathematik in der Öffentlichkeit entscheidend zum Positiven zu verändern. Dafür setzen wir uns im Jahr der Mathematik ein."

"Das Jahr der Mathematik soll ein Mitmach-Jahr werden", betonte Prof. Günter M. Ziegler, Präsident der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV). "Mathematiker und Mathematikerinnen im ganzen Land freuen sich darauf, loszulegen: Die DMV, die anderen Fachgesellschaften, Lehrer und Lehrerinnen und viele andere wollen gemeinsam als Mathemacher das Jahr gestalten, und damit ein vielfältiges, spannendes und anregendes Bild der Mathematik als Wissenschaft, als Lehrfach und als Kunst vermitteln."

Weitere Informationen:


Christina Vardakis, Jahr der Mathematik
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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