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Universität Siegen, 31.03.06

Familie hat Zukunft - Hat Familie Zukunft? Symposium an der Universität Siegen

Nach dem Pisa-Schock jetzt der Eltern-Schock: Hat die Familie ohne Kinder eine Zukunft? Forum der Sozialen Akademie Siegen-Wittgenstein/sas veranstaltet das 3. Symposium sowie die 3. Messe der Sozialen Arbiet über die Zukunft der Familie in der Region.

Warum entscheiden sich heute viele junge Familien gegen zahlreiche Kinder und gegen Kinder überhaupt? Gefährden eine sinkende Kinderzahl und eine "Republik der Senioren" die Zukunft Deutschlands und auch die Zukunft der Region? Wie hängen ungleiche Bildungschancen der Kinder und gegenwärtige Familienpolitik zusammen? Können kirchliche und weltliche Ratgeber jungen Eltern bei der Erziehung helfen? Lassen sich Beruf und Familie für Mütter und Väter wirklich vereinbaren? Genügt das gegenwärtige Betreuungsangebot für junge Kinder?

Warum leben so viele Kinder in Deutschland und in der Region in Armut? Wie lässt sich das ändern? Welche Hilfen bietet die Soziale Arbeit in der Region Familien und ihren Kindern in Stress und Not an? Tragen wir alle eine gesellschaftliche Verantwortung dafür, dass mehrfach belasteten Problem-familien geholfen wird? Sind junge Familien wirklich ein positiver Wirtschaftsfaktor für die Region? Gibt es eine Familienpolitik "vor Ort" und welche Antworten halten regionale Politiker in der gegenwärtigen Lage bereit?

Diese Fragen diskutieren Experten, Verantwortliche, Praktiker und Besucher am 6. und 7. April auf dem Hardter Berg in den Räumen der Universität Siegen. Die Veranstaltung greift unter dem Motto "Familie hat Zukunft - Hat Familie Zukunft?" ein hoch aktuelles, bundesweit diskutiertes Thema auf und bezieht es auf die gegenwärtige Lage in den Kommunen der engeren und weiteren Region. In den beiden Tagen werden drei öffentliche Vorträge, eine öffentliche Podiumsdiskussion und sechzehn Workshops mit über 60 Referentinnen und Referenten zum Familienthema angeboten. Parallel hierzu findet eine öffentliche Messe mit rund 50 Ständen statt. Auf ihr zeigen die in der Region tätigen Einrichtungen der Sozialen Arbeit, was sie für die Familien und ihre Kinder gegenwärtig und zukünftig zu leisten imstande sind.
Besondere highlights der Veranstaltung bilden die öffentlichen Vorträge. So berichtet Karin Jurczyk, Leiterin der Familienabteilung im Deutschen Jugendinstitut, über mögliche Entwicklungen in der Familienpolitik. Als weitere prominente Redner konnten die Professoren und Familienexperten Kurt Lüscher aus Bern und Trutz von Trotha aus Siegen gewonnen werden. K. Lüscher spricht über die Familie als Ort des Lernens zwischen jüngerer und älterer Generation. T. von Trotha behandelt die provozierende Frage, ob moderne Eltern in Deutschland wirklich so kindzentriert sind, wie gern behauptet wird.
Veranstalter ist die Soziale Akademie Siegen-Wittgenstein (sas). Sas steht für wissenschaftliche Weiterbildung in der Region und über die Region hinaus. Das Angebot gilt für alle beruflich in der Sozialen Arbeit Tätigen und für Studierende der Sozialpädagogik und Sozialarbeit. Drei Institutionen kooperieren, um die Qualität Sozialer Arbeit weiter zu entwickeln: Die Universität Siegen, der Kreis Siegen-Wittgenstein und das Deutsche Jugendinstitut München - die bedeutendste Institution in Deutschland auf diesem Gebiet. Weitere Partner der Veranstaltung sind die Stadt Siegen, der Integrierte Studiengang Sozialpädagogik/Sozialarbeit (ISPA) und das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW (MfGFFi).
Es handelt sich bei der Messe der Sozialen Arbeit und dem sie begleitenden fachwissenschaft-lichen Symposium um die dritte Veranstaltung dieser Art. Die Tradition begann vor sechs Jahren, 1999, als in den Räumen des Siegener Berufskollegs Technik am Fischbacher Berg die Soziale Akademie aus der Taufe gehoben wurde. Die zweite Veranstaltung, die unter dem Motto "Bildung und Partizipation" stand, fand 2002 in den Räumen der Universität statt.

Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt frei. Regionale Messe und Siegener Symposium werden am Donnerstag, 6. April, um 9 Uhr feierlich eröffnet und schließen am Freitag, 7. April, mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion (15 Uhr bis 16 Uhr 30). Ein Katalog zu den Workshops und zur Messe ist für 5 Euro an der Tageskasse erhältlich. Unter www.sas-familie.de ist das gesamte Programm im Internet abrufbar.
Veranstaltungsorte sind das Auditorium Maximum, das Foyer davor und die angrenzenden Seminarräume der Universität Siegen in der Adolf-Reichweinstr. 2. (Haardter Berg). Von den Bahnhöfen Siegen bzw. Siegen-Weidenau verkehren Busse (Linie L 111 und L 121) zur Universität, Endhaltestelle Robert-Schumann-Straße.

Weitere Informationen:


Kordula Lindner-Jarchow M.A., Universität Siegen
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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