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Universität Mannheim, 26.09.07

Exzellenzinitiative: Uni Mannheim eröffnet "graduate school of economic & social sciences" (gess)

Gemeinsame Doktorandenschule der Bereiche BWL, VWL und Sozialwissenschaften / Mehr als vierzig Professoren beteiligt

Am Mittwoch, 10. Oktober 2007, feiert die Universität Mannheim die offizielle Eröffnung der "graduate school of economic & social sciences" (gess). Das Doktorandenzentrum entstand im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Die Universität Mannheim wurde mit dem Konzept zur Einrichtung von gess als kleinste Universität im Rahmen der Exzellenzinitiative ausgezeichnet.

gess ist bundesweit die erste Doktorandenschule, in der angehende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam von Professoren der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ausgebildet werden. Mehr als vierzig Mannheimer Professorinnen und Professoren aus diesen Bereichen engagieren sich in der Einrichtung. Die Universität erhält im Rahmen der Exzellenzinitiative insgesamt rund 6 Millionen Euro für das neue Angebot. Sie investiert dieses Geld unter anderem in drei zusätzliche Professuren. Zwei davon sind bereits besetzt, im dritten Fall steht die Universität in Berufungsgesprächen.


"Für den ersten Jahrgang haben wir erstklassige Bewerbungen aus aller Welt erhalten", berichtet Professor Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, der Leiter der Graduiertenschule. 37 angehende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wurden ausgewählt. Ausgelegt ist das Zentrum für insgesamt 110 Doktoranden. Diese Zahl wird mit Aufnahme der beiden nächsten Jahrgänge in die insgesamt rund dreijährigen Programme erreicht. Hauptredner der Eröffnungsfeier ist Professor Stefan Reichelstein von der Stanford Graduate School of Business.

Mannheim war im Rahmen der Exzellenzinitiative die kleinste Universität, die im Herbst vergangenen Jahres einen Zuschlag erhielt. Die Universität Mannheim wurde in die Liste von bundesweit 18 Doktorandenzentren aufgenommen; sie konnte sich damit in einer Konkurrenz von 135 Hochschulen behaupten. Neben Mannheim erhielt im Rahmen des gesamten Wettbewerbs ausschließlich die Universität Bonn eine Förderung im Bereich der Wirtschaftswissenschaften.

gess bildet angehende Wissenschaftler in der Methodik der modernen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften aus, die Einrichtung legt in der Ausbildung also besonderen Wert auf die "Untersuchungswerkzeuge" der Wissenschaftler. Die Graduiertenschule konzentriert sich dabei auf die Stärken, für die die Universität in der Fachwelt seit Jahrzehnten bekannt ist: auf die quantitativen und empirischen Methoden. Quantitativ bedeutet, dass sich die Forscher bei ihrer Arbeit auf eine breite Datengrundlage stützen und mit formalen Theorien arbeiten, die mit Daten getestet werden können. Empirisch bedeutet, dass sie ihre Thesen nicht allein durch "abstraktes Denken" entwickeln und überprüfen, sondern dass sie Erfahrungswerte erfassen und auswerten - beispielsweise durch breite statistische Erhebungen, Umfragen oder Experimente.

Kontakt:

Universität Mannheim
Kommunikation und Fundraising
Achim Fischer
Tel. 0621 - 181 10 13
fischer@verwaltung.uni-mannheim.de


Achim Fischer, Universität Mannheim
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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