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Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung..., 27.03.06

EU Projektes "Channel" schafft innovative Plattform für zukünftige Entwicklungen im ökologischen Landbau

Vom 05. bis 07. April 2006 werden sich Projektpartner aus 15 europäischen Ländern in Budapest (Ungarn) zu ihrer Abschlusskonferenz treffen. In Budapest werden Aspekte der zukünftigen Entwicklung des ökologischen Landbaus in Europa, mit speziellem Blick nach Osteuropa, behandelt.

Seit 1,5 Jahren - bis Mai 2006 - arbeiten Interessenvertreter der beteiligten Staaten - wie Regierungsorganisationen, Nichtregierungsorganisationen, Forschungsinstituten - darunter das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V., Universitäten, Zertifizierungsstellen, Handelsorganisationen, Beratungsstellen, Landwirte, Landwirtschaftsvereinigungen, Verbraucherorganisationen gemeinsam in dem europäischen, politikgeleiteten EU-Projekt "Channel: Opening Channels of Communication between the Associated Candidate Countries and the EU in Ecological Farming" zusammen.

Ziel des Projektes ist das Erarbeiten eines gemeinsamen Ansatzes für den ökologischen Landbau, der auch in den neuen EU-Ländern eine Alternative in der Entwicklung ländlicher Räume einnehmen wird. Unterschiedliche historisch gewachsene Strukturen der Landwirtschaft in den Ländern machen eine "Inventur" des gegenwärtigen Standes des ökologischen Landbaus als Ausgangspunkt für eine gemeinsame zukünftige Entwicklung notwendig. Umfangreiche Daten aus Datenerhebungen mittels Fragebögen und Expertengesprächen zu administrativen Rahmenbedingungen, zu den gegebenen Praxisbedingungen und zum Stand der wissenschaftlichen Forschung liefern bessere Informationen über den gegenwärtigen Zustand. Gleichzeitig soll auch auf regionale Besonderheiten für die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus hingewiesen werden, um in der weiteren Ausgestaltung der gemeinsamen Agrarpolitik diese zielgerichtet zu berücksichtigen. Die gesammelten Informationen finden Eingang in eine von allen 25 Partnern des Projektes nutzbare Datenbank als Grundlage zur Vernetzung von Wissen und Eröffnung neuer Kommunikationswege zur Entscheidungsfindung auf allen Ebenen.
Die thematisch gegliederten Arbeitsgruppen verfolgen vor allem praktische bzw. praxisrelevante Fragestellungen wie in den Themenbereichen: Pflanzenschutz, Saatgut und Vermehrung, Tierzucht, Agrartechnologie, Beikrautregulierung sowie Bodenfruchtbarkeit und -verbesserung.
Im Rahmen der Abschlusskonferenz werden mit hochrangigen Vertretern aus den alten und neuen EU-Mitgliedsländern Fragen und Lösungsansätze einer zukünftigen gesamteuropäischen Entwicklung des ökologischen Anbaus diskutiert. Zudem bilden Erfahrungen für den praktischen ökologischen Landbau aus allen Teilen Europas einen weiteren Schwerpunkt der Vorträge. Die Konferenz wird abgeschlossen mit einer Exkursion in einen ökologisch wirtschaftenden ungarischen Biobetrieb, der Kräuter- und Obstanbau mit Verarbeitung betreibt

Weitere Informationen:
  • http://www. zalf.de


Heike Schäfer, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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