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Bayerische Forschungsallianz GmbH, 20.12.07

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Bayerische Forschungsallianz GmbH, 20.12.07

DNA ist geduldig - FORINGEN-Symposium: Genombasierte Strategien gegen Infektionskrankheiten

Unter diesem Titel berichtet der Bayerische Forschungsverbund Infektogenomik am 3. und 4. April 2008 über die Zwischenergebnisse seiner Forschungsarbeiten. Das wissenschaftliche Symposium findet in Herrsching im Haus der bayerischen Landwirtschaft statt.

FORINGEN vernetzt infektionsbiologisch arbeitende Wissenschaftler von fünf bayerischen Universitäten und führt sie mit Industriepartnern aus der Biotech-Branche zusammen. Der Verbund hat sich die Bekämpfung von Infektionskrankheiten mit den modernen Methoden der Genom- und Proteomforschung zum Ziel gesetzt. Neue Methoden zum schnelleren Nachweis von Erregern und neuer Strategien zur Therapie und Prävention von Infektionskrankheiten stehen im Mittelpunkt des Forschungsverbundes.
Am ersten Tag des Symposiums geht es um den Magengeschwürerreger Helicobacter pylori und um Chlamydieninfektionen, die nicht nur Lungen- und Augenentzündungen verursachen, sondern auch Gelenk- und Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose). Die schwierige Differentialdiagnose von Gelenkbeschwerden, die durch häufige Durchfallerreger (Yersinia enterocolitica und Campylobacter jejuni) sowie durch von Zecken übertragene Borrelien entstehen, sind ein weiterer Projektkomplex. Neue Ansätze zur Diagnose und Therapie von Pseudomonaden-bedingten Lungeninfektionen bei Mukoviszidosepatienten lassen Betroffene für die Zukunft hoffen.

Am zweiten Tag stehen Impfmethoden gegen Hepatitis C, Herpes und HIV auf dem Tagungsplan. Die Wissenschaftler kennen viele der Strategien und Funktionsweisen der einzelnen Erreger und benutzen dieses Wissen, um spezielle Impfstoffe herzustellen. Diese bestehen nicht nur aus lebenden oder toten Erregern, sondern auch aus maßgeschneiderten DNA-Stücken: "DNA ist geduldig und damit das richtige Material für die Molekulardesigner", erläutert Prof. Dr. Dr. Jürgen Heesemann, Sprecher von FORINGEN. Das Symposium endet mit Beiträgen zur antimikrobiellen Strategie gegen Staphylococcus aureus in der Veterinärmedizin und der Vorstellung neuartiger Methoden in der mikrobiologischen Diagnostik und klinischen Praxis.

Immer noch die Nr. 1 der Todesursachen
Infektionskrankheiten führen weltweit nach wie vor die Liste der häufigsten Todesursachen an. Und es kommen immer neue dazu: durch höhere Bevölkerungsdichten, vermehrten Konsum von industriell hergestellten Lebensmitteln und die ungeminderte Reisefreude vieler Menschen. Chronische Infektionskrankheiten nehmen ebenfalls zu, und multiresistente Erreger sind zum Hemmschuh der modernen Medizin geworden.

Kontakt und Anmeldung:
Dr. Sabine Schmoldt
FORINGEN
Max von Pettenkofer-Institut
Pettenkoferstr. 9a
80336 München
Tel (089) 2180 78296
E-Mail foringen@lmb.uni-muenchen.de

Foringen wird von der Bayerischen Forschungsstiftung gefördert.

Weitere Informationen:


Dipl.-Chem. Christine Kortenbruc, Bayerische Forschungsallianz GmbH
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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