Descartes-Preis für Gießener Mikrobiologen
Listerien sind stäbchenförmige Bakterien, die vor allem über verunreinigte Lebensmittel in den Körper gelangen und dort mittels ausgeklügelter Überlebens- und Vermehrungsstrategien eine gefährliche Wirkung entfalten können. Die Arbeiten in Gießen konzentrieren sich auf die Genomanalyse von Listerien-Wirts-Wechselwirkungen. Im Mittelpunkt steht dabei die Listerienart Listeria monocytogenes, die über befallene Nahrungsmittel auf den Menschen und auch auf Tiere übertragen werden und die Listeriose auslösen kann, eine der gefährlichsten bakteriell verursachten Lebensmittelinfektionen weltweit, die vor allem für abwehrgeschwächte Personen, Senioren und Schwangere bedrohlich ist.
Zum "VIRLIS"-Verbundprojekt gehören neben dem Pasteur-Institut und dem Institut für Medizinische Mikrobiologie der Justus-Liebig-Universität zwei weitere deutsche Partner, das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig (HZI) und die Universität Würzburg, sowie drei Partner aus Spanien: die Universitäten Madrid und Léon und das Nationale Zentrum für Biotechnologie in Madrid (CSIC). Neben dem "VIRLIS"-Verbund wurden in Brüssel zwei weitere herausragende gesamteuropäische Forschergruppen ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 1.360.000 Euro wird auf die Preisträger aufgeteilt.
Kontakt:
Prof. Dr. Trinad Chakraborty
Institut für Medizinische Mikrobiologie
Frankfurter Str. 107, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-41250
Fax: 0641 99-41259
E-Mail: Trinad.Chakraborty@mikrobio.med.uni-giessen.de
- http://ec.europa.eu/research/science-awards
- http://ec.europa.eu/research/science-awards/press_en.htm
- http://spatelis.mikrobio.med.uni-giessen.de/project.html


