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Hochschule Zittau/Görlitz (FH), 07.11.05

Deponieworkshop Zittau-Liberec 2005

Vom 10.-11. November 2005 wird im Bürgersaal der Stadt Zittau der von der Hochschule Zittau/Görlitz in enger Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Liberec und dem Internationalen Hochschulinstitut Zittau organisierte erste internationale Deponieworkshop Zittau-Liberec 2005 zum Thema "Einsatz von Wasserhaushaltsmodellen bei der Dimensionierung von Deponieoberflächendichtsystemen" unter Beteiligung von Fachleuten aus Universitäten, Fachhochschulen und sonstigen Forschungseinrichtungen sowie mit Beteiligung von Vertretern aus Ingenieurbüros, Abfallwirtschaftverbänden, Fach- und Genehmigungsbehörden beider Länder stattfinden.

Seit 1998 befasst sich die Hochschule Zittau/Görlitz mit dem Nachweis der Dichtwirkung alternativer und klassischer Oberflächenabdichtmaterialien und
-systeme bei Siedlungsabfalldeponien erfolgreich in Lehre und Forschung. Gemeinsam mit dem Regionalen Abfallentsorgungsverband Oberlausitz-Niederschlesien werden seither die Testfelder oder sogenannten Großlysimeter auf der Deponie Bautzen-Nadelwitz betreut und wissenschaftlich ausgewertet. Unter Bezug auf eigene Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen aber auch auf die Publikationen anderer Forschungseinrichtungen, Behörden und Fachexperten werden gegenwärtig in der Fachwelt intensive Diskussionen zur dauerhaft sicheren, d. h. langzeitorientierten Gestaltung klassischer und alternativer Deponieabdichtungsmaterialien und Dichtsysteme geführt. Hierbei wird bekanntermaßen der Entwicklung bzw. Anpassung und dem prognostischen Einsatz von speziellen, vorrangig geo-hydraulischen Wasserhaushaltsmodellen zunehmend Bedeutung zugeordnet. Zur Gewährleistung einer hohen Verlässlichkeit der mit Hilfe solcher Simulationsmodelle erhaltenen Ergebnisse, sind die Optimierung bzw. Kalibrierung der Modelle an realen langzeitorientierten Standortdaten aus Testfeldern und der Einbezug wasserhaushaltsrelevanter Materialkenndaten aus Laboranalysen unbedingt notwendig. Es ist geplant, diesen Anforderung durch eine enge interdisziplinäre Kooperation zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz mit dem Internationalen Hochschulinstitut Zittau und der Technischen Universität Liberec sowie unter Einbezug Sächsischer Fachbehörden und anderer Ingenieurgesellschaften, durch Weiterführung dieser gesellschaftlich bedeutsamen Forschungsarbeiten, zu genügen.
Als Tagungsort des internationalen Deponieworkshop Zittau-Liberec 2005 steht der Bürgersaal der Stadt Zittau zur Verfügung, der ein attraktives historisches Ambiente für derartige Fachdiskussionen bietet. Der Workshop wird in deutscher und tschechischer Sprache mit simultaner Übersetzung durchgeführt. Die Veranstalter, d. h. die Hochschule Zittau/Görlitz (MVSR-Forschungslabor) sowie die TU Liberec (Sektion Prozessmodellierung) und das IHI Zittau (Projekt: "Intensification of cross-border scientific research in the Euroregion Neisse"), erwarten bis zu 80 Fachkollegen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Fachbehörden aus Tschechien und Deutschland, die anhand von 22 angebotenen Fachvorträgen den gegenwärtigen Stand der Technik und Forschung, die Konkretisierung der Anforderungen der Genehmigungsbehörden sowie der Ingenieure und den zukünftigen Entwicklungstrends in Fachgebiet im freien Meinungsaustausch diskutieren. Ziel des Workshops ist auch die im gesamtgesellschaftlichen Sinne höchst relevante Bündelung der in der Region und darüber hinaus verfügbaren Kräfte und Ressourcen aus der angewandten Forschung und Entwicklung. Für einen vertiefenden Gedankenaustausch und dem Konsolidieren von Forschungs- und Wirtschaftsbeziehungen kann ferner die in den Workshop integrierte Abendveranstaltung genutzt werden. Weiterführende thematische Diskussions- und Vortragsveranstaltungen sind aus heutiger Sicht im zweijährigen Rhythmus geplant.

Weitere Informationen über: Prof. Dr.-Ing. Jürgen Schoenherr; Email: j.schoenherr@hs.zigr.de


Hella Trillenberg, Hochschule Zittau/Görlitz (FH)
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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