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Bayern Innovativ Gesellschaft für Innovation und..., 01.04.08

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Bayern Innovativ Gesellschaft für Innovation und..., 01.04.08

Cluster Neue Werkstoffe und Carbon Composites e. V.

Der Cluster Neue Werkstoffe (CNW) und der Carbon Composites e.V. (CCeV) blicken auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Jahre 2007 zurück und freuen sich auf ein ereignisreiches und spannendes Jahr 2008, berichteten Dr. Kord Pannkoke, Cluster-Manager des Cluster Neue Werkstoffe und Johann Peter Scheitle, Senior Manager Business Development bei Eurocopter Deutschland und stellvertretender Geschäftsführer des CCeV, anlässlich des ersten gemeinsamen Clustertreffs 2008.
Die Kooperation auf dem Gebiet der Faserverbundtechnik startete im Oktober 2007 mit dem Clustertreff "Textile Technologien für Faserverbundanwendungen" bei der LIBA Textilmaschinenfabrik im oberfränkischen Naila. 80 Besucher aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette "Faserverbund" zeigten sich begeistert vom Konzept der Veranstaltung und den ausgeprägten Kontaktmöglichkeiten. Das Zusammenführen von Key-Playern der Textil- und Faserverbundindustrie sowie den Anwenderbranchen und die daraus resultierenden branchenübergreifenden Kontakte und Kooperationen, zeigten schon bei der ersten gemeinsamen Aktion deutlich das Potenzial, das in dieser Zusammenarbeit liegt.

Diese Strategie wurde auch beim zweiten gemeinsamen Treff des Jahres 2007 "Bauteilfertigung in Preform-Harzinfiltrationstechnik" im November bei EADS in Augsburg konsequent weiterverfolgt. Hier spannte sich der thematische Bogen von textilen Technologien zu Harzinfusionsverfahren und somit zur zweiten Stufe in der Prozesskette. Über 90 Teilnehmer, darunter viele Vertreter oberfränkischer Textilunternehmer, diskutierten in Augsburg angeregt die Anforderungen und neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Faserverbundbauteilfertigung.

2008: Auftakt bei der Eurocopter Deutschland GmbH
Aus den Erfahrungen der gemeinsamen Arbeit haben der CNW und der CCeV die Aspekte "Textile Technologie", "Harzentwicklung und Aushärteverfahren" sowie "Fertigungsverfahren" als die Haupthandlungsfelder für das Jahr 2008 identifiziert. In diesen Schwerpunkten wird der im letzten Jahr eingeschlagene Weg entlang der Prozess- und Wertschöpfungskette konsequent fortgesetzt. Diese drei Themen werden Gegenstand von drei gemeinsamen Cluster-Treffs sein.
Der Auftakt in 2008 erfolgte am 14. März im Schwerpunkt Fertigungsverfahren mit dem Cluster-Treff "Infusionsverfahren - Neue Perspektiven für Faserverbundwerkstoffe" bei der Eurocopter Deutschland GmbH in Donauwörth. Wieder war das Treffen mit mehr als 100 Teilnehmern aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette ausgebucht. Im branchenübergreifenden Vortragsprogramm wurden die Teilnehmer über die neuesten Entwicklungen und Einsatzmöglichkeiten von Harzinfusionsverfahren in der Luft- und Raumfahrt, dem Nutzfahrzeugbau und in der Energietechnik informiert. Bei der anschließenden Firmenbesichtigung konnten sich die Teilnehmer ein detailliertes Bild von der modernen Hubschrauberfertigung und den vielfältigen Anforderungen an Faserverbundbauteile in diesem Bereich machen. "Es zeigt sich, dass Synergieeffekte zwischen den beiden Netzwerken CNW und CCeV durch die gemeinsamen Veranstaltungen optimal genutzt werden und dadurch innovative Impulse für die bayerische Community in der Faserverbundtechnik entstehen", erklärt Dr. Kord Pannkoke.
Die Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit wird am 19. Juni 2008 mit dem Schwerpunkt Harzentwicklung am Lehrstuhl für Leichtbau von Prof. Horst Baier an der TU München stattfinden. Den Abschluss im Jahre 2008 wird ein Cluster-Treff mit dem Schwerpunkt Textile Technologien im Herbst bei EADS Innovation Works in Ottobrunn bilden.
Die Kooperation geht jedoch weit über die Konzeption und Durchführung von Treffs zum Informationsaustausch hinaus. So waren beide Organisationen maßgeblich beteiligt an der Einreichung der Skizze "CarboGate" für den Spitzencluster-Wettbewerb des BMBF. Der hierbei verfolgte Ansatz, die Faserverbundtechnologien von der Luft- und Raumfahrt für den Bereich der terrestrischen Anwendungen weiter zu entwickeln, wurde maßgeblich von Akteuren des CNW und des CCeV geprägt.
"In den Gesprächen und der großen Resonanz der Teilnehmer wird deutlich, dass unsere Zusammenarbeit einen großen Nutzen für die Akteure im Bereich der Faserverbundtechnologien bringt. Es zeigt sich, dass der CNW und der CCeV ihr Handwerk verstehen und eine Teamplayer-Mentalität besitzen.", so Dr. Hans-Wolfgang Schröder, Geschäftsführer des CCeV.

Aktive Netzwerkarbeit
Zudem werden beide Cluster ihre eigenen Profile weiter schärfen, ohne die gemeinsamen Aktivitäten zu vernachlässigen.
Der Cluster Neue Werkstoffe, dessen Management bei der in Nürnberg ansässigen Bayern Innovativ GmbH liegt, versteht sich als bayernweite Informations- und Kommunikationsdrehscheibe rund um das Thema Neue Materialien. Ziel des Clusters ist es, bedarfsorientiert technologische Fragestellungen zu identifizieren und diese durch pro-aktive Netzwerktätigkeiten in einem materialbezogenen Umfeld zur Diskussion zustellen. Dies wird in sieben Themenfeldern verfolgt und bietet umfassende Möglichkeiten für werkstoff- und branchenübergreifenden Technologietransfer. Themenorientierte Cluster-Treffs bei Firmen und Instituten führen Entscheidungsträger zusammen und machen Kompetenzen erlebbar. Die Einrichtung wiederkehrender Expertenrunden zu speziellen Fragestellungen, den so genannten Cluster-Kreisen, verdichtet das Netzwerk bis auf Projektebene.
Der Carbon Composites e.V. (CCeV), ein Zusammenschluss renommierter Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Süddeutschland mit Sitz in Augsburg, versteht sich als umfassendes Kompetenznetzwerk zur Förderung der Anwendung von Faserverbundtechnologien. Ziel des CCeV ist es, die nationale und internationale Positionierung dieser zukunftsweisenden Technologien voranzutreiben und auszubauen. Marktfähige Hochleistungs-Faserverbundstrukturen, insbesondere für den Einsatz in der Verkehrs-, Energie- und Produktionstechnik, das ist die Produktgruppe, an der sich die Aktivitäten des CCeV ausrichten.

Weitere Informationen:


Johanna Lison, Bayern Innovativ Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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