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Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg, 19.11.07

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Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg, 19.11.07

Bund-Länder-Kommission gibt grünes Licht für Senckenberg-Forschungsverbund

Mit dem positiven Beschluss, den die Bund-Länder-Kommission (BLK) heute auf ihrer 134. Sitzung in Bonn gefasst hat, werden die Staatlichen und Naturhistorischen Sammlungen Dresden (SNSD) und das Staatliche Museum für Naturkunde Görlitz (SMNG) in den Forschungsverbund Senckenberg integriert und damit auch in die Leibniz Gemeinschaft aufgenommen.

Die Bund-Länder-Kommission hat auf diese Weise einer positiven Förderempfehlung des unabhängigen Leibniz-Senats vom November 2006 entsprochen. Darin waren nach einer Evaluierung sowohl den Staatlichen und Naturhistorischen Sammlungen Dresden (SNSD) als auch dem Staatlichen Museum für Naturkunde Görlitz (SMNG) eine im nationalen wie auch internationalen Vergleich hohe Qualität ihrer wissenschaftlichen Arbeit bescheinigt worden, der sich die Empfehlung zu einem Zusammenschluss der beiden sächsischen Forschungseinrichtungen wie auch des in Brandenburg ansässigen Deutschen Entomologischen Instituts (DEI) mit dem Frankfurter Forschungsinstitut Senckenberg anschloss.


Durch die Erweiterung erhält das Forschungsinstitut Senckenberg eine substantielle inhaltliche Verstärkung in den Bereichen Geowissenschaften, Bodenzoologie, Molekulare Taxonomie und Evolutionsforschung sowie Entomologie.

Im Hinblick auf den damit entstehenden Forschungsverbund äußert Volker Mosbrugger, Direktor des Frankfurter Forschungsinstituts und Naturmuseums Senckenberg: "Der Beschluss der BLK bedeutet eine klare Stärkung der Naturforschung, die angesichts der brennenden Themen im Bereich Klimawandel, Biodiversitätsverlust und ökologische Nachhaltigkeit nicht nur zeitgemäß, sondern auch notwendig ist."

Auch für Wolfgang Strutz, den Präsidenten der seit 1817 bestehenden Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft, ist die Fusion von strategischer Bedeutung: "Mit dem Verbund wird die föderale Struktur Senckenbergs weiter entwickelt und auch die einst von Frankfurter Bürgern gegründete Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft gefestigt."

Priv.-Doz. Dr. habil. Uwe Fritz, Leitender Direktor der SNSD freut sich, dass seine langjährigen Bemühungen nun Realität werden: "Damit haben wir klare Perspektiven, wie wir unsere Stärken im Bereich der Geowissenschaften und Tierkunde mit molekularer Evolutionsforschung weiter ausbauen können." Auch in Görlitz herrscht Aufbruchstimmung. Prof. Dr. Willi Xylander, der Direktor des Staatlichen Museums für Naturkunde hebt die Komplementarität der Sammlungen hervor und äußert: "Die beiden Einrichtungen in Görlitz und Dresden ergänzen sich hervorragend mit den Wissenschaftsbereichen, die im derzeitigen Senckenberg-Verbund bereits existieren." Das Museum in Görlitz hat mit seiner Forschung an Bodentieren einen besonderen Schwerpunkt, der in dieser taxonomischen Breite in Europa sonst kaum mehr zu finden ist.

Der Zugewinn für die durch die Fusion im Senckenberg-Verbund vereinten beiden sächsischen Einrichtungen wie auch für das Deutsche Entomologische Institut in Brandenburg ist für alle Partner bedeutend. "Mit dem Zusammenschluss zu einem erweiterten Senckenberg sind nun die Voraussetzungen geschaffen, auch größere Verbundprojekte - insbesondere im Bereich der Biodiversitäts- und Klimafolgenforschung - anzugehen, und zwar insbesondere in Zusammenarbeit mit anderen naturforschenden Einrichtungen. Wir begrüßen daher ausdrücklich, dass auch das Museum für Naturkunde in Berlin in die Bund-Länder-Förderung der Leibniz Gemeinschaft aufgenommen wurde", sagte Volker Mosbrugger nach der offiziellen Verlautbarung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. (dve)


Doris von Eiff, Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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