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Internationale Balzan Stiftung "Fonds", 23.11.07

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Internationale Balzan Stiftung "Fonds", 23.11.07

BERN: VERLEIHUNG DER INTERNATIONALEN BALZAN-PREISE

Balzan Wissenschaftspreisträger Higgins, Iijima, Zink, Hoffmann und Beutler
Foto: Balzan

Balzan Friedenspreisträger Karlheinz Böhm
Foto: Balzan

Alle Wissenschaftspreise sind mit einer Million Schweizer Franken (ca. 600.000 Euro) dotiert, wobei die Hälfte des Betrages für Forschungsprojekte und vorzugsweise für junge, von den Preisträgern benannte Forscher bestimmt ist. Der Sonderpreis für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit dagegen ist mit 2 Millionen Schweizer Franken (ca. 1.200.000 Euro) dotiert.

Die über 300 bei der Zeremonie anwesenden Vertreter aus Politik, Kultur und Wissenschaften wurden von Achille Casanova, dem Vorsitzenden der Internationalen Balzan-Stiftung "Fonds" mit Sitz in Zürich, begrüßt. Der ehemalige Vizekanzler und Schweizer Bundesratssprecher dankte dem Vizepräsidenten des Bundesrats, Pascal Couchepin, für seine Wertschätzung gegenüber der Balzan-Stiftung und für sein Engagement für Kultur und Wissenschaften. "Ich bin sehr zufrieden", so Achille Casanova, "dass die Hälfte der mit einer Million Schweizer Franken dotierten Balzan-Preise Forschungsprojekten zukommen wird, die von den Siegern vorgeschlagen und geleitet werden. So werden mit den Balzan-Preisen nicht nur die herausragenden Leistungen der Preisträger, sondern auch junge Forscher gefördert."


Der Botschafter und Präsident der Internationalen Balzan-Stiftung "Preis", Bruno Bottai, beglückwünschte die Preisträger und dankte dem Generalkomitee "Balzan-Preise" für das Engagement und die Konsequenz bei der Auswahl der aus allen Teilen der Welt stammenden Kandidaten. Bruno Bottai stellte die tiefe und vitale Beziehung heraus, die Italien und die Schweiz miteinander verbindet, denn auch die Arbeit der Internationalen Balzan-Stiftung ist davon geprägt. Er erinnerte an die Initiativen, die im Laufe des vergangenen Jahres auch Paris, Wien und Washington einbezogen haben und im bevorstehenden Mai mit dem internationalen Symposium in Lugano zum Thema "Die Wahrheit in den Human- und Naturwissenschaften und in der Religion" gipfeln werden.

An dieser Stelle wurde auch eine Grußadresse des Präsidenten der italienischen Republik, Giorgio Napolitano, anlässlich der Preisverleihung verlesen.

Dem über 40-jährigen Ritual folgend, hielten die Preisträger nach Vorstellung durch den Präsidenten des Generalkomitees "Balzan-Preise", Sergio Romano, jeweils eine kurze Rede, mit der sie sich für ihre Auszeichnung bedankten.

Mit dem Balzan-Preis werden jedes Jahr vier Preise vergeben, davon zwei für den Bereich Literatur, Geisteswissenschaften und Kunst und zwei im Bereich Physik, Mathematik, Naturwissenschaften und Medizin; jeder dieser Preise ist mit einer Million Schweizer Franken ausgestattet (rund 600.000 Euro). Die Sieger der Balzan-Preise sind gehalten, die Hälfte dieses Betrages für Forschungsprojekte bereitzustellen, die vorzugsweise von jungen Wissenschaftlern durchgeführt werden. In regelmäßigen Zeiträumen nicht unter drei Jahren schreibt die Internationale Balzan-Stiftung zudem einen Sonderpreis für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit aus, der mit zwei Millionen Schweizer Franken (ca. 1.200.000 Euro) dotiert ist.

Ganz der Tradition und damit den italienischen und schweizerischen Grundlagen der Internationalen Balzan-Stiftung entsprechend, findet die feierliche Verleihung der Balzan-Preise jährlich abwechselnd in Rom oder Bern statt. Immer im Beisein höchster Würdenträger, etwa dem Präsidenten der italienischen Republik oder einem Vertreter des Bundesrats der Schweizer Eidgenossenschaft.

Die Internationale Balzan-Stiftung hat zwei Standorte in Italien und der Schweiz. Die Balzan-Stiftung "Preis" (mit Vorsitz in Mailand durch den Botschafter Bruno Bottai) wählt über ihr aus 20 renommierten Wissenschaftlern aus 11 europäischen Nationen gebildetes Generalkomitee "Balzan-Preise" die Themenbereiche sowie die aus führenden internationalen Kultureinrichtungen stammenden Kandidaten aus. Die Balzan-Stiftung "Fonds" dagegen (mit Vorsitz in Zürich durch der ehemaliger Vizekanzler der Schweizer Eidgenossenschaft Achille Casanova) verwaltet das von Eugenio Balzan hinterlassene Vermögen zur Finanzierung der Aktivitäten der Stiftung.

Weitere Informationen:


Christoph Blase, Internationale Balzan Stiftung "Fonds"
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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