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Karlsruher Institut für Technologie, 15.11.07

Berliner Zuschlag für Politikberatung aus Karlsruhe

Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag wird für weitere fünf Jahre vom Forschungszentrum Karlsruhe betrieben

Der Deutsche Bundestag, Auftraggeber des vom Forschungszentrum Karlsruhe in Berlin betriebenen Büros für Technikfolgen-Abschätzung [Foto: Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde]

In seiner jüngsten Sitzung hat der Bundestags-Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung einstimmig beschlossen, das Forschungszentrum Karlsruhe für eine weitere Periode von fünf Jahren (2008 bis 2013) mit der Leitung und dem Betrieb des "Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag" (TAB) zu beauftragen. Das TAB berät die Fachausschüsse des Deutschen Bundestages in Fragen des wissenschaftlich-technischen und gesellschaftlichen Wandels.

"Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern vom Karlsruher Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung freuen wir uns auf die Fortsetzung unserer Politikberatung an den Schnittstellen von Technik und Gesellschaft", sagt TAB-Leiter Prof. Dr. Armin Grunwald, Inhaber des Lehrstuhls für Technikphilosophie an der Universität Karlsruhe (TH) und Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am Forschungszentrum Karlsruhe. "Das einmütig und quer durch die Fraktionen erneuerte Mandat unterstreicht den hohen Stellenwert, den unsere Studien für das Parlament haben", sagt Dr. Thomas Petermann, stellvertretender Leiter des TAB.


Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag berät die Mitglieder des Parlaments. Seine Aufgabe ist die Verbesserung der Informationsgrundlagen der Abgeordneten, insbesondere bei komplexen forschungs- und technologiebezogenen Fragestellungen. Seit seiner Gründung im Jahre 1990 wird das TAB als selbständige Einrichtung des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse betrieben. Seine Beratungsaufgaben erfüllt das Büro in strikter Orientierung am Informationsbedarf des Bundestages und seiner Ausschüsse. Unmittelbarer Auftraggeber ist der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Bislang hat das TAB dem Deutschen Bundestag mehr als 150 Berichte zur Technikfolgenabschätzung und zum Monitoring relevanter technischer und gesellschaftlicher Entwicklungen vorgelegt. Wichtige Themen der jüngsten Vergangenheit waren Elektronischer Handel (2002), Nanotechnologie (2003), Präimplantationsdiagnostik (2004), Grüne Gentechnik (2005), Bionik (2006) und Hirnforschung (2007). Laufende Projekte beschäftigen sich u. a. mit Energiepflanzen, E-Learning, behinderungskompensierenden Technologien sowie mit Gendoping im Sport.

In der im Aufbau befindlichen Architektur des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) sind die Arbeiten des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse mitsamt dem Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag dem geplanten KIT-Schwerpunkt "Mensch und Technik" zugeordnet. Hier werden wirtschafts-, geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungen zu den Innovationspotenzialen, Nutzungsmöglichkeiten, Chancen und Risiken des technischen Fortschritts gebündelt. Diese Wissensbestände werden für die naturwissenschaftlich-technischen Arbeiten am KIT bereitgestellt.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist der Zusammenschluss zwischen der Universität Karlsruhe und dem Forschungszentrum Karlsruhe. Gemeinsam arbeiten hier 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 600 Millionen Euro. Im KIT bündeln beide Partner ihre wissenschaftlichen Fähigkeiten und Kapazitäten, richten die dafür optimalen Strukturen für Forschung, Lehre und Innovation ein und entwickeln gemeinsame Strategien und Visionen.

Mit KIT entsteht eine Institution international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. KIT soll Attraktionspunkt für die besten Köpfe aus der ganzen Welt werden, neue Maßstäbe in Lehre und Nachwuchsförderung setzen und das führende europäische Zentrum in der Energieforschung bilden. Im Bereich der Nanowissenschaften will KIT eine weltweit führende Rolle einnehmen. Ziel von KIT ist es, einer der wichtigsten Kooperationspartner für die Wirtschaft zu sein.

Das Foto kann in druckfähiger Qualität angefordert werden unter: info@oea.fzk.de oder Telefon +49 7247 82-2861.

Weitere Informationen:


Klaus Rümmele, Karlsruher Institut für Technologie
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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