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Forschungszentrum Karlsruhe in der..., 20.04.06

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Forschungszentrum Karlsruhe in der..., 20.04.06

Bereit für die Zukunft

In der Versuchsanlage TOSKA des Forschungszentrums können Komponenten für die Kernfusion - hier eine Modellspule für ITER - getestet werden.
Foto: Forschungszentrum Karlsruhe

Außenansicht des Wasserstoff-Versuchszentrums im Forschungszentrum. Hier werden Experimente zu Sicherheitsfragen der Wasserstofftechnologie durchgeführt.
Foto: Forschungszentrum Karlsruhe

Hier ein Überblick über das Messeangebot des Forschungszentrums Karlsruhe:

Halle 2, Stand C24
Energie aus der Sonne: Karlsruhe entwickelt Komponenten für den Fusionsreaktor

Fusionskraftwerke sollen nach dem Vorbild der Sonne aus der Verschmelzung leichter Atomkerne Energie gewinnen. Der internationale Experimentalreaktor ITER soll hier erstmals den Durchbruch bringen: ITER wird um ein Vielfaches mehr Energie gewinnen als zur Zündung des Fusionsfeuers aufgewendet wird. Das Forschungszentrum Karlsruhe, das seit vielen Jahren federführend an dem Großexperiment beteiligt ist, entwickelt hierfür neue, technologisch anspruchsvolle Komponenten, beispielsweise Mikrowellenröhren zur Aufheizung des Plasmas auf Temperaturen um 100 Millionen Grad Celsius. Supraleitende Magnetspulen erzeugen starke Felder, welche das Plasma einschließen, denn kein Material würde derart hohen Temperaturen standhalten. Das Tritiumlabor Karlsruhe entwickelt die Komponenten für den Brennstoffkreislauf. Außerdem wurden Testkörper für die innere Auskleidung der Brennkammer, das so genannte Blanket, entwickelt, die in ITER einer Funktionsprüfung unterzogen werden sollen.


Halle 2, Stand C24
bioliq® - Synthesekraftstoff aus Biomasse

Mit dem Karlsruher bioliq®-Verfahren kann in einem mehrstufigen Produktionsprozess aus trockener Restbiomasse, z. B. Getreidestroh, Restholz oder Rinde, synthetischer Kraftstoff produziert werden. Dazu erzeugen zunächst dezentrale Schnellpyrolyse-Anlagen aus der zerkleinerten Biomasse ein transportfähiges flüssiges Zwischenprodukt hoher Energiedichte. Dieser "Slurry" kann dann mit geringen Transportkosten umweltfreundlich zur zweiten Stufe der Verarbeitung, einer zentralen Großanlage zur Gaserzeugung und Synthese von Kraftstoffen, geliefert werden. Im Rahmen eines Förderprojektes wurde im Herbst 2005 mit dem Bau einer Pilotanlage im Forschungszentrum Karlsruhe begonnen.

Halle 2, Stand C24
Die Waage für Neutrinos

KATRIN, das KArlsruhe TRItium Neutrino Experiment, soll eine der spannendsten Fragen der Physik klären: Wie groß ist die Masse des Neutrinos, und welche Rolle spielt es bei der Entwicklung unseres Universums? Die Elementarteilchen wurden 1930 theoretisch vorausgesagt und 1957 experimentell nachgewiesen. Noch ist aber nicht geklärt, welche Masse Neutrinos haben. KATRIN soll diese Frage klären. Die Neutrinomasse hat Auswirkungen auf die Teilchenphysik, die Astrophysik und die Kosmologie. So haben Neutrinos nach dem Urknall die großräumige Struktur des Universums beeinflusst. KATRIN ist ein Projekt mehrerer europäischer und amerikanischer Institutionen. Schon heute arbeiten unter Federführung des Forschungszentrums Karlsruhe rund 100 Wissenschaftler, Techniker und Studenten an dem Großexperiment. Das zentrale Element - das so genannte Hauptspektrometer - wird einen Durchmesser von rund 10 Metern sowie eine Länge von 24 Metern haben und noch in diesem Jahr seine abenteuerliche Reise zum Forschungszentrum Karlsruhe antreten. KATRIN kostet rund 33 Millionen Euro und wird im Jahr 2008 mit ersten Messungen beginnen.

Halle 2, Stand C24
Karlsruhe Nano Micro Facility (KNMF) - gebündelte Kompetenz für den Anwender

Ob technologisches Know-how, spezialisierte Anlagen oder professionelle Durchführung, die KNMF bietet Nutzern aus Industrie und Forschung eine einmalige technische und wissenschaftliche Infrastruktur bei der Herstellung von Mikro- und Nanostrukturen sowie bei deren Charakterisierung.

Halle 15, Stand D36
Mikrotechnologie - von der Idee zum Produkt

Das "Forschungszentrum Industrieforum Mikrofertigungstechnik" präsentiert sich mit seinen Leistungen auf dem Gemeinschaftsstand Microtechnology. Es berät und informiert mittelständische Firmen, Großunternehmen und Start-ups in Deutschland und den angrenzenden Ländern über Mikrosystemtechnik und Nanotechnologie. Das Forschungszentrum Karlsruhe bietet u. a. Kompetenzen in den Mikrofertigungs- und Replikationstechniken, bei der Mikrohandhabung und -montage, beim elektronischen Systemaufbau, in Werkstofftechnik, Simulations-, Analyse- und Prüfverfahren.

Halle 13, Stand H81
Sichere Nutzung von Wasserstoff

Sichere Lösungen für die Nutzung von Wasserstoff stellt das Forschungszentrum am Stand Hydrogen + Fuel Cells vor. Um potenzielle Risiken des Energieträgers Wasserstoff zu untersuchen, wird im Forschungszentrum die europaweit größte und vielseitigste Großanlage für die Wasserstoff-Sicherheitsforschung betrieben. Die Experimente ergänzen das über Jahrzehnte aufgebaute Know-how des Forschungszentrums bei der computergestützten Simulation von Wasserstoff-Unfällen und liefern wesentliche Beiträge zu einer Sicherheitsarchitektur für den flächendeckenden, täglichen Umgang mit dem Energieträger Wasserstoff.

Halle 2, Stand D26
Supraleitung in der Energietechnik

Was Supraleitung leisten kann, zeigt ein besonderes Exponat des Forschungszentrums auf dem Stand SuperConductingCity: Eine Windkraftanlage mit einer schwebenden Achse, die berührungsfrei arbeitet. Doch Supraleitung kann noch mehr. Die Karlsruher Arbeiten reichen von der technischen Hochtemperatur-Supraleiter-Entwicklung über supraleitende Strombegrenzer bis zum Einsatz supraleitender Komponenten in der Kernfusion und beim Neutrinoexperiment KATRIN.

Halle 2, Stand C19
Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse

Am Stand von "Baden-Württemberg International" präsentiert sich das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des Forschungszentrums. Thematisch stehen dabei Studien zur Endlagerung hochradioaktiver Abfälle, zur Fusionstechnologie, zur Gewinnung von Kraftstoffen aus Biomasse und zur Nanotechnologie im Vordergrund.

Halle 2, Stand C30
Netzwerk Lebenszyklusdaten

Am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung stellt sich das vom Forschungszentrum Karlsruhe getragene Netzwerk Lebenszyklusdaten vor. Das im Aufbau befindliche Netzwerk ist die deutsche Informations- und Kommunikationsplattform für alle an der Thematik Lebenszyklusanalysen interessierten Firmen. Mit wissenschaftlich fundierten Lebenszyklusanalysen, die Produktion, Konsum und Entsorgung der Produkte berücksichtigen, tragen die beteiligten Wissenschaftler zur Entwicklung nachhaltiger Produkte bei.

Halle 2, Stand C52
Bionik - das geniale Ingenieurbüro der Natur

Nach dem Vorbild der Natur haben Biomechanik-Ingenieure des Forschungszentrums eine Methode entwickelt, mit der ein Bauteil in wenigen Minuten optimiert werden kann. Ein besonderer Blickfang auf dem Bionik-Themenstand wird das Bionik-Exponat des Forschungszentrums von der Weltausstellung 2005 in Aichi (Japan) sein.

Pressevertreter sind herzlich eingeladen zur Standparty am Mittwoch, dem 26.04.2006, ab 18.00 Uhr, Halle 2, Stände C24 und C19.

Das Forschungszentrum Karlsruhe ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, die mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,1 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands ist. Die insgesamt 24000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft forschen in den Bereichen Struktur der Materie, Erde und Umwelt, Verkehr und Weltraum, Gesundheit, Energie sowie Schlüsseltechnologien.

Regina Link 19. April 2006

Die Farbfotos senden wir Ihnen auf Wunsch gerne zu (Telefon 07247 82-2861).


Dr. Joachim Hoffmann, Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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