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Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher..., 18.02.08

Beispielhaft: Eine Einrichtung - zwei Missionen

Karlsruhe, 18. Februar 2008 - Mit der Gründung des Karlsruhe Institute of Technology - KIT - führt erstmals eine strategische Partnerschaft von einem Helmholtz-Zentrum mit einer Universität zu einer institutionellen Verbindung unter einem gemeinsamen Dach

"Die Helmholtz-Gemeinschaft hat in den letzten Jahren sehr erfolgreich vielfältige Kooperationsformen mit den Universitäten entwickelt. Mit dem KIT betreten wir jedoch Neuland: Diese Einrichtung unter dem Leitmotiv "Eine Institution - zwei Missionen" steht modellhaft für eine ganz neue Qualität der Zusammenarbeit von zwei starken Partnern - ein Konzept, das in ganz Deutschland und darüber hinaus Beachtung findet. Jetzt müssen wir die Strukturdiskussion abschließen und die inhaltliche Arbeit weiter vorantreiben", so Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. "Das wird allerdings nur gelingen, wenn für solche beispielhaften Kooperationsformen auch die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Wichtig sind zum Beispiel weitgehende unternehmerische Freiheiten wie eine leistungsgerechte Vergütung und flexibler Mitteleinsatz."


In der neuen KIT GmbH werden die Aufgaben der Universität in einem Geschäftsbereich ebenso weitergeführt wie die des Forschungszentrums Karlsruhe mit seinem nationalen Auftrag als Helmholtz-Zentrum. Dieser Geschäftsbereich bleibt Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft und wird weiterhin im Rahmen der programmorientierten Förderung begutachtet und gefördert. Geleitet wird das KIT von einer Doppelspitze aus Prof. Dr. Eberhard Umbach (Helmholtz-Zentrum) und Prof. Dr. Horst Hippler (Universität). Gleichzeitig wird damit eine neue Führungsstruktur mit einem gemeinsamen Aufsichtsrat geschaffen. Vorsitzender des KIT-Aufsichtsrats wird der Helmholtz-Präsident Jürgen Mlynek.

Kooperationen von Helmholtz-Zentren und Hochschulen haben sich auf ganz unterschiedlichen Ebenen etabliert. Traditionell gehören dazu zum Beispiel gemeinsame Berufungen oder die Beteiligung an Sonderforschungsbereichen oder Schwerpunktprogrammen. Neue Wege der Zusammenarbeit bilden die Virtuellen Institute, Helmholtz-Nachwuchsgruppen, Helmholtz-Graduiertenschulen und -Kollegs, die Helmholtz-Allianzen und die Translationszentren in der medizinischen Grundlagenforschung. Zudem werden rund 3800 Doktoranden und 1200 Diplomanden in Helmholtz-Zentren betreut und Helmholtz-Wissenschaftler leisten rund 2850 Semesterwochenstunden Lehre. "Ein wichtiges Rückgrat für die deutsche Wissenschaftslandschaft bilden auch die großen Forschungsinfrastrukturen, die wir entwickeln, betreiben und an denen wir forschen. Diese stehen auch Partnern aus dem In- und Ausland zur Verfügung und werden insbesondere von den Universitäten intensiv genutzt", sagte Mlynek weiter.

Einen Überblick über die Kooperationen mit Hochschulen gibt die Broschüre "Gemeinsam forschen und fördern" unter: http://www.helmholtz.de/unibroschuere

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 26.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,35 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

Thomas Gazlig
Dipl.-Biol./Dipl.-Journ.
Leiter Kommunikation und Medien
Büro Berlin
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
10178 Berlin
Tel/Fax: 030 206 329-57/60
presse@helmholtz.de

Dr. Antonia Rötger
Pressereferentin
Tel: 030 206329-38
antonia.roetger@helmholtz.de

Weitere Informationen:


Thomas Gazlig, Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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