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Institut Arbeit und Technik, 31.08.06

2. Europäische Sommer-Universität der Arbeit in Duisburg

Über 250 Teilnehmer diskutieren über den Strukturwandel der Arbeit zwischen EU-Erweiterung, Mobilität und Demographischem Wandel

Über 250 Sozial- und Arbeitswissenschaftler, Personalverantwortliche und Gewerkschafter aus ganz Europa treffen sich seit heute am Duisburger Uni-Campus zur 2. Europäischen Sommer-Universität der Arbeit (ESUdA). Das "Alte und Neue Europa" und der Strukturwandel der Arbeit zwischen EU-Erweiterung, Mobilität und demografischem Wandel stehen noch bis zum 2. September 2006 im Mittelpunkt der zahlreichen Vortragsveranstaltungen, Workshops und Kommunikationsforen.

Zum Auftakt lieferte der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Christian Weller, Center for American Progress aus den USA, ungewöhnliche Vorschläge, wie sich mit mehr Innovation und Umverteilung ein starkes und stabiles Wirtschaftswachstum schaffen lässt. Denn die Grundlagen des Produktivitätswachstums - und damit für mehr Wachstum und Beschäftigung - erodierten in den letzten Jahren aufgrund rückläufiger Investitionsquoten in vielen westlichen Ländern. Während der Anteil der Löhne am Volkseinkommen auf den niedrigsten Wert seit den 50er Jahren gesunken sei, erreichten die Unternehmensgewinne Rekordhöhen, würden aber nur zu einem geringen Anteil reinvestiert. Mehr öffentliche Unterstützung für Innovation, Bildung, soziale Sicherheit und Beschäftigungswachstum seien nötig. Mit starkem Produktivitätswachstum seien die Volkswirtschaften dann auch besser für die Herausforderungen der alternden Gesellschaft gewappnet und eine "gesunde" Nachfrageseite diene ebenfalls einem dauerhaften Wachstum, weil steigende Absatzchancen die Wirtschaft zu mehr Investitionen reizten.

Die Themen der Sommer-Universität der Arbeit orientieren sich an vier zentralen Fragestellungen:

- Arbeit, Beschäftigung, Interessen: Welche neuen Herausforderungen ergeben sich aus veränderten Werten?

- Neue Lebensentwürfe und Geschlechterverhältnisse: wie verändern sich Europas Erwerbsmodelle?

- Mobilität der Arbeit(splätze): wer übernimmt Verantwortung bei der Entwicklung von Beschäftigungsfähigkeit und Qualifikationen?

- Demographischer Wandel und ethnische Vielfalt: Bedrohung oder Chance für die Gestaltung der Arbeit?

Veranstaltet wird die diesjährige Sommer-Universität der Arbeit vom Institut Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen) in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen und internationalen Partnern. Sie wird gefördert von der Europäischen Kommission, der Hans-Böckler-Stiftung und weiteren Sponsoren.

Für weitere Fragen stehen
Ihnen zur Verfügung:
Elke Hülsmann
Durchwahl: 0209/1707-235
Alexandra Baluch
Durchwahl: 0209/1707-171
E-Mail: esuda@de

Pressereferentin
Claudia Braczko
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
Tel.: +49-209/1707-176
Fax: +49-209/1707-110
E-Mail: braczko@iatge.de
info@iatge.de
WWW: http://www.iatge.de

Weitere Informationen:


Claudia Braczko, Institut Arbeit und Technik
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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