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Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen..., 25.04.06

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Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen..., 25.04.06

112. Internistenkongress: Nutzenbewertung von Arzneimitteln - Chance oder Risiko?

Die Forschung bringt laufend neue Verfahren und Methoden zur Diagnose und Therapie verschiedenster Erkrankungen hervor. Gleichzeitig ist das Geld in den Kassen knapp - nicht nur in Deutschland, sondern in nahezu allen Gesundheitssystem der Welt. Einsparungen sind aus diesem Grund in Zukunft unvermeidbar. International haben sich so genannte "Health Technology Assassment"- (HTA)-Berichte bewährt: Sie beziehen gesundheitsökonomische Aspekte in die Nutzenbewertung von Medikamenten ein und verbessern auf diese Weise Effektivität und Qualität der medizinischen Versorgung. "Eine von Leistungsanbietern unabhängige Institution sollte die wissenschaftliche Sachlage bewerten, um eine sachliche Grundlage für jede Rationierungsentscheidung zu liefern", sagt Professor Dr. rer. pol. Wolfgang Greiner Professor Greiner vom Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement der Universität Bielefeld. "Die Nutzenbewertung der Arzneimittel bietet dabei eine herausragenden Chance für einen rationalen Mitteleinsatz", betont auch Hardy Müller, Vertreter der Techniker Krankenkasse im Rahmen des Symposiums in Wiesbaden.


"Die Nutzenbewertung ist auch aus Sicht der Patienten unzweifelhaft nötig", sagt Dr. med. Ulf Maywald vom Institut für klinische Pharmakologie der Technischen Universität Dresden. Dies erhöhe unter anderem die Sicherheit der Patienten, indem gefährliche Arzneimittel ausgeschlossen würden. Starre, standardisierte Nutzenbewertung berge jedoch Gefahren: "Auch wirksame Arzneimittel würden möglicherweise ausgeschlossen und Patienten könnten für sie relevanten Arzneimitteln dadurch verwehrt werden". So genannte Patient-Reported-Outcomes (PORs) könnten dazu beitragen, die Sichtweise von Patienten stärker einzubinden.

Der gezielte Einsatz der vorhandenen Ressourcen bei ausgewählten Patientengruppen ist auch aus Sicht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sinnvoll. Wichtig sei es, Nutzen und Wirksamkeit in der täglichen Praxis verstärkt zu betrachten. "Das Instrument der Anwendungsbeobachtung ist dafür prädestiniert", ergänzt Dr. rer. nat. Eva Susanne Dietrich, Leiterin der Abteilung Arzneimittel der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in Berlin. Sie seien geeignet, um unerwünschte Ereignisse zu dokumentieren und Ärzte mit bestimmten Arzneimitteln vertraut zu machen. Gleichzeitig können sie wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zum Nutzen liefern.

Mittags-Pressekonferenz
Mittwoch, den 26. April 2006, 11.00 bis 12.00 Uhr
Rhein-Main-Hallen, Pressezentrum

Themen:

- Individualisierte Therapie
- Zukunft des Wissenschaftsstandortes Deutschland
- Retrospektive zum 112. Internistenkongress
- Vorschau auf den 113. Internistenkongress - Was bringt 2007?

Ihre Gesprächspartner:

Professor Dr. med. Karl Max Einhäupl, Berlin

Professor Dr. med. Werner Seeger, Gießen

Professor Dr. med. Wolfgang Hiddemann, München

- Änderungen vorbehalten -
_________________________________________________

Akkreditierungsformular

112. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
22. bis 26. April 2006; Rhein-Main-Hallen, Friedrich-Ebert-Allee, 65185 Wiesbaden

O Ich werde den 112. Internistenkongress persönlich besuchen.

O Mittags-Pressekonferenz
Mittwoch, den 26. April 2006, 11.00 bis 12.00 Uhr, Rhein-Main-Hallen, Pressezentrum

O Ich kann leider nicht teilnehmen. Bitte schicken Sie mir das Informationsmaterial für die Presse.

NAME:
MEDIUM/REDAKTION:
ADRESSE:
TEL/FAX:

Kontakt für Rückfragen:
DGIM Pressestelle
Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711/ 89 31 115
Fax: 0711/ 89 31 167
E-Mail: info@medizinkommunikation.org

Vor Ort:
Anna Julia Voormann,
Sandra Gogel
Pressezentrum Saal 8 SÜD
Tel.: 0611/ 144 739
Fax: 0611/ 144 740

Weitere Informationen:


Medizin - Kommunikation, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachges
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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