112. Internistenkongress: Blutvergiftung noch immer häufig tödlich
Einer neueren Untersuchung zufolge werden allein auf Intensivstationen jährlich mehr als 150.000 Menschen wegen einer Sepsis behandelt, was auch eine enorme finanzielle Belastung für das Gesundheitswesen bedeutet. "Ungefähr ein Drittel des Gesamtbudgets der Intensivstationen werden in die Sepsis-Behandlung investiert", erläutert Professor Dr. med. Konrad Reinhart vom Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität in Jena im Vorfeld des Kongresses. Trotz ihrer gesundheitsmedizinischen Bedeutung existierten bislang keine Leitlinien zur Behandlung der Sepsis. Erst seit Ende vergangenen Jahres stehen Medizinern moderne Diagnose- und Therapie-Leitlinien zur Verfügung.
Am Beginn einer Sepsis steht immer eine an und für sich harmlose Infektion mit Bakterien, Pilzen oder anderen Einzellern. Gelingt es dem Körper nicht, diese Infektion einzudämmen, können sich die Mikroorganismen beziehungsweise deren Giftstoffe in den Blutstrom ausbreiten. Innerhalb weniger Stunden kommt es zu einer Entzündung aller Organe des Körpers, ein Organversagen droht.
Terminhinweis:
Symposium: Sepsis Update 2006
Montag, 24.4.2006, 14.30 bis 18.00 Uhr
Rhein-Main-Hallen, Saal 6/2
Vorsitz: Reinhart, K. (Jena); Mayer, Konstantin (Gießen)
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