Hilfe: Sie befinden sich auf...

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 02.12.03

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 02.12.03

Zukunft von Kindertagesstätten: Qualität managen - Einrichtungen vernetzen

Kindertagesstätten und Kindergärten müssen stärker kooperieren und ein klares Profil bilden, um in Zukunft erfolgreich bestehen zu können. Dies sind zwei Ergebnisse eines jetzt abgeschlossenen Forschungsprojektes an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU). An dem drei Jahre dauernden Projekt zur Qualitätssicherung in Kindergärten waren etwa 100 kirchliche Einrichtungen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart beteiligt.

"Gerade freie Träger von Kindertageseinrichtungen sehen sich zunehmenden Herausforderungen durch Politik, Verwaltung und Nutzer gegenüber", erläutert Projektleiter Peter Erath, Professor für Sozialarbeit an der KU. So hat eine Befragung von Eltern im Rahmen des Projektes zum Beispiel ergeben, dass diese zwar die Betreuung der Kinder und die Atmosphäre in den 100 untersuchten Einrichtungen als durchweg positiv empfinden, jedoch eine bessere Vorbereitung der Kinder auf die Schule wünschen. Ähnliche Erwartungen werden auch von der Politik geäußert.


Eine andere Herausforderung, besonders für kirchliche Einrichtungen, ist der Rückgang der Geburtenzahlen. "Mittelfristig wird es eine Überversorgung in der Kinderbetreuung geben, das heißt, Einrichtungen werden um Kinder konkurrieren", weiß Erath. Deshalb sei es gerade für kirchliche Einrichtungen wichtig, sich über ihr Selbstverständnis, ihre Ziele und die Qualität Gedanken zu machen. Hierbei spiele nicht nur die Betreuungsqualität, sondern zum Beispiel auch die Qualität der Personalentwicklung eine Rolle. "Gerade kleinere Träger, also etwa Kirchengemeinden auf dem Lande, haben Schwierigkeiten, ihren Mitarbeitern in der Kinderbetreuung berufliche Perspektiven zu vermitteln, was zwangläufig zu einer hohen Fluktuation führt."

Auch in den Strukturen der Kindertageseinrichtungen beziehungsweise im Verhältnis zwischen den Einrichtungen und ihren Trägern hat das Projekt Schwachstellen aufgedeckt. "Im Verhältnis zwischen den Leiterinnen und den Mitarbeiterinnen ist die Verteilung der Kompetenzen oft ungeklärt - ein Manko, das auch oft in der Abstimmung zwischen Einrichtung und Träger auftaucht", so Erath.

Zur Lösung solcher Probleme und zur langfristigen Bestandsicherung der Einrichtungen empfiehlt der Forscher drei Bausteine: Im Vordergrund sieht Erath die Einführung von Qualitätsmanagementstrukturen, die unter anderem Fragen der Kompetenzen, aber auch der Betreuung und ihrer Ziele, festlegen. Als zweiten Baustein zur Zukunftsfähigkeit sieht er die Kooperation von Einrichtungen: "Sie können dadurch zum Beispiel eine abgestimmte Personalpolitik betreiben und ihren Mitarbeitern bessere Perspektiven bieten. Aber es lassen sich auch wirtschaftliche Vorteile erzielen, etwa beim gemeinsamen Einkauf." Schließlich fordert Erath eine professionelle Beratung der Träger in allen fachlichen Fragen zum Betreiben einer Kindertageseinrichtung. "Hier kommt zum Beispiel auf katholischer Seite der Fachberatung, die in den Caritas-Verbänden organisiert ist, eine Schlüsselstellung zu, denn sie kann die Vernetzung von Einrichtungen unterstützen und Trägern das notwendige Fach-Know-how vermitteln."

Bereits im Verlauf des Projektes haben zahlreiche Einrichtungen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart die Vorschläge aus der Wissenschaft aufgegriffen und Qualitätsmanagement-Strukturen aufgebaut. Zudem haben mehrere Einrichtungen bereits Kooperationen vereinbart.


Dr. Thomas Pleil, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Den Umgang mit sterbenden Patienten erlernen 
 Wenn aus Liebe rote Zahlen werden