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Deutsches Museum, 27.02.08

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Deutsches Museum, 27.02.08

Schlagworte

Fotogramm

"Wunderkammer Museum" Fotogramme von Floris Neusüss und Renate Heyne im Deutschen Museum

"Photogenische Zeichnung", "Schattenaufnahme", "Nachtstück" - das Verfahren, das wir heute als Fotogramm bezeichnen, hat seit seiner Entstehung vor mehr als 170 Jahren viele phantasievolle Namen getragen. Vom 04. März 2008 bis zum 29. Juni 2008 zeigt das Deutsche Museum in der Abteilung "Foto + Film" eine Sonderausstellung auf 100m2 mit Fotogrammen von Objekten aus dem Deutschen Museum von Floris Neusüss und Renate Heyne.

Teil eines Diesel-Fahrzeugmotors - Farbfotogramm auf Ilfochrome Classic, 2005
Foto: Deutsches Museum

Hochdruck-Dampfmaschine (Detail) - Fotogramm, solarisiert, 2007
Foto: Deutsches Museum

Die Technik, die ein fotografisches Abbild ohne Gebrauch einer Kamera durch direkte Lichteinwirkung auf sensibilisiertem Trägermaterial festhält, ist scheinbar ganz einfach. Doch ebenso vielfältig wie die Bezeichnungen sind auch die Bildschöpfungen der Künstler, die mit diesem Verfahren gearbeitet haben. Auch wissenschaftliche Aufnahmen, etwa von Wilhelm Conrad Röntgen oder Antoine Henri Becquerel, sind nichts anderes als durch hochfrequente Strahlung oder Phosphoreszenz erzeugte Fotogramme.
Für Floris Neusüss, Begründer des Kassler "Fotoforums" (1972), ist das Fotogramm seit über vierzig Jahren die Königsdisziplin des künstlerischen Ausdrucks. In Verbindung mit Doppelbelichtung, mehreren überlagerten Ansichten und Solarisation erzeugen seine Bilder ein irritierendes Paralleluniversum der Realität.
Seit 2003 entsteht zusammen mit Renate Heyne das Projekt "Wunderkammer Museum", das die Exponate verschiedener Museen in die "Um-Ordnung" des Fotogramms überführt. Die Ausstellung im Deutschen Museum zeigt Fotogramme von Objekten, die dort aufbewahrt werden, wie Motoren, elektrische Maschinen und mathematische Modelle. Publikationen zum künstlerischen Fotogramm und Erstveröffentlichungen wissenschaftlicher Fotogramme ergänzen die Ausstellung.


Bernhard Weidemann, Deutsches Museum
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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