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Private Universität Witten/Herdecke gGmbH, 08.11.00

Wer zu wenig trinkt, kann krank werden

Studie zum Flüssigkeitsverzehr von Kindern: "Mehr Wasser trinken ist gesund!"


Wasser ist für die Ernährung des Menschen essentiell. Neue Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen niedriger Wasserzufuhr und erhöhtem Risiko für Harnsteine, Krebserkrankungen am Dickdarm und den Harnwegen, ja möglicherweise sogar für Fettsucht. Ausreichend Trinken von Kindheit an kann zur Vorbeugung gegen diese Erkrankungen beitragen. Der Wasserbedarf ist bei Kindern besonders groß, vor allem bei Säuglingen. Denn im Verhältnis zum Körpergewicht sind Körperoberfläche, Wasseranteil im Körper und Wasserstoffwechsel viel höher als bei Erwachsenen.

Im Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE), einer kooperierenden Einrichtung der Universität Witten/Herdecke, haben Wissenschaftler in den letzten zehn Jahren die Ernährungsgewohnheiten von Kindern jeweils drei Tage untersucht. In 5125 sog. Wiegeprotokollen haben sie genau festgehalten was Kinder essen und trinken und daraus die DONALD-Studie (Dortmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study) erstellt. Sie zeigt, dass besonders Klein- und Schulkinder sowie jugendliche Mädchen zu wenig trinken.

Der Getränkeverzehr insgesamt (Leitungs- und Mineralwasser, Tee, Kaffee, Fruchtsäfte, Fruchtsaftgetränke und -nektare, Limonaden, ohne Milch) steigt mit zunehmendem Alter von 30 ml/Tag bei Säuglingen im Alter von 3 Monaten auf 1,4 Liter bzw. 1,1 Liter pro Tag bei männlichen bzw. weiblichen Jugendlichen im Alter von 15 - 18 Jahren an. Gemessen an der Optimierten Mischkost optimiX, einem vom FKE entwickelten Präventionskonzept für Kinder und Jugendliche, trinken vor allem Klein- und Grundschulkinder zu wenig. Empfohlen werden z.B. für 4 bis 9-jährige Kinder 800 - 900 ml Getränke pro Tag, getrunken werden tatsächlich nur ca. 500 - 700 ml. Jungen trinken mehr als Mädchen, sie erreichen ab dem Alter von 10 Jahren fast die empfohlenen Getränkemengen der Optimierten Mischkost, Mädchen erreichen die Empfehlungen nur zu 80 %.

Um einen gewohnheitsmäßig höheren Getränkeverzehr zu erleichtern, sollten Eltern ihren Kinder bei allen Mahlzeiten und auch zwischendurch kalorienfreie oder -arme Getränke anbieten wie z.B. Leitungswasser, nach Bedarf mit etwas Zitronensaft abgeschmeckt oder auch ungesüßten Früchte- oder Kräutertee.

Weitere Informationen bei PD Dr. Mathilde Kersting, 0231/79221018 oder unter www.fke-do.de

Weitere Informationen:


Dr. Martin Reuter, Private Universität Witten/Herdecke gGmbH
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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