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Deutsches Forschungszentrum für Künstliche..., 22.08.06

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Deutsches Forschungszentrum für Künstliche..., 22.08.06

Software-Premiere: Neue Klasse mehrsprachiger mobiler Informationsdienste für die Olympischen Spiele

Die Software wird lebendig und live demonstriert, so dass sich die Funktionsweise der Programme mit Fotos, Film- und Tonaufzeichnungen eingängig illustrieren lässt. Für Fragen stehen zur Ihrer Verfügung:

Prof. Dr. Hans Uszkoreit, Wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Deutscher Koordinator des Projekts COMPASS 2008

Dr. Xinxiang Chen, Präsident der Firma CAPINFO Beijing
Chinesischer Koordinator des Projekts COMPASS 2008


Dr. Heinrich Arnold, Leiter des Innovation Development Laboratory
der Deutsche Telekom Laboratories, Berlin

Es werden außerdem Vertreter der Stadtregierung von Beijing, der Chinesischen Botschaft und der Fraunhofer Gesellschaft anwesend sein, die Ihnen ebenfalls für Informationen bereitstehen.

Technologie für die Olympiade 2008 hilft Touristen in Beijing
Erfolg deutsch-chinesischer Forschungskooperation

Eine ganz neue Art von mobilen Computerprogrammen wird Touristen in China bei der Verständigung helfen. Die Software ist elektronischer Sprachführer und Übersetzungsprogramm, aber zugleich auch ein vernetztes Informationssystem, das den Besuchern hilft, sich in den Straßen, Tempeln und Einkaufszentren der Riesenmetropole Beijing zurechtzufinden.

Das Programm wurde jetzt durch Touristen aus mehreren Ländern erfolgreich in einem Feldversuch in Beijing getestet. Die Tester bekamen einen Taschencomputer mit dem System und sollten sich dann typischen touristischen "Herausforderungen" stellen. Sie waren begeistert. Ohne ein Wort Chinesisch zu sprechen, konnten sie dem Taxifahrer Anweisungen geben, nach Sehenswürdigkeiten suchen, Essen bestellen und nach dem Weg fragen. Weil das System satellitengesteuert "weiß", wo sich der Benutzer befindet, kann es seine Auskünfte auf den Standort ausrichten. Auch in Notfällen, in denen das Fehlen der Sprachkenntnisse besonders kritisch ist, sorgt die clevere Software verlässlich für sichere Hilfe.

Die Testnutzer lobten besonders, dass man weder Handbücher noch Gewöhnungszeit braucht, um das System bedienen zu können. Zudem machte ihnen die Benutzung sogar großen Spaß. Besonders bei der Auswahl von Speisen und Getränken im Restaurant klickten sie sich lange und mit viel Vergnügen durch die Bildergalerien und detaillierten Schilderungen der Gerichte.

Nicht minder begeistert als die Tester waren die chinesischen Gesprächspartner. Sie begriffen sofort, wie sie die Software für die bessere Verständigung einsetzen konnten. Taxifahrer, die unter den Sprachproblemen besonders leiden, wollten das System gleich an Ort und Stelle erwerben. Restaurantbesitzer boten an, Ihre neuen Speisenkarten in dem System bekanntzumachen und Verkäufer fanden Spaß am Feilschen durch den elektronischen Dolmetscher.

Die Software läuft auf Taschencomputern (PDAs), intelligenten Mobiltelefonen (z.B. MDA Pro), Laptops und PCs. Entwickelt wurde die innovative Software im Vorhaben COMPASS 2008, einem deutsch-chinesischen Forschungsprojekt für die nächsten Olympischen Spiele.

Auf der deutschen Seite wird das Projekt vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Saarbrücken koordiniert. Partner sind die Deutsche Telekom AG und das Fraunhofer Institut ISST in Dortmund. Auf der chinesischen Seite wird das Projekt von der Firma CAPINFO geführt, die bereits chinesische Informationsdienste für Bürger und Besucher anbietet und mehrere große Projekte zur technologischen Vorbereitung der Beijinger Olympiade koordiniert hat. Ihr Forschungspartner ist die Chinesische Akademie der Wissenschaften.

Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, vom Chinesischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie sowie von den teilnehmenden Firmen finanziert. Es begann am 1. Oktober 2004 und endet im nächsten Monat. Die Integration der entwickelten Informationsdienste in die technologische Infrastruktur der Olympischen Spiele wird aber sicher noch mindestens bis Sommer 2007 dauern.

Die Nutzung der neuen Technologien wird aber nicht mit der Olympiade enden. Die Verständigungsprobleme und der Informationsbedarf für Olympiadebesucher sind nur besonders schwierige Beispiele für die Herausforderungen, mit Touristen oder Besucher großer Veranstaltungen im Ausland konfrontiert sind. Die entwickelte Software ist so konstruiert, dass sie sich leicht auf weitere Sprachen und Informationsinhalte erweitern lässt. Daher sehen die industriellen Projektpartner beträchtliche Verwertungschancen für die Ergebnisse von COMPASS 2008.

Kontakt:
Prof. Dr. Hans Uszkoreit (Deutscher Koordinator COMPASS 2008)
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
Stuhlsatzenhausweg 3, 66123 Saarbrücken
Email: uszkoreit@dfki.de
Tel.: 49 (681) 302-5282

Weitere Informationen:


Reinhard Karger M.A., Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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