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Technische Universität Dresden, 10.05.00

Software kontrolliert parallel unterschiedliche Messgeräte

"Achema", Internationales Treffen für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie in Frankfurt/Main (22. bis 27. Mai 2000)

Dresdner Computerprogramm erfasst bei der Abwasseraufbereitung Daten von Messgeräten verschiedener Hersteller

Schwarzwasser ist nicht schwarz, sondern dabei handelt es sich beispielsweise um das Abwasser aus der Waschmaschine - mit Tensiden des Waschmittels vermischt - oder aus der Badewanne - mit Badezusätzen angereichert. Damit dieses gebrauchte Wasser in einem ökologisch gebauten Haus zur Toilettenspülung oder für den Garten genutzt werden kann, muss das sogenannte Schwarzwasser zu Grauwasser umgewandelt werden, so schreibt es der Gesetzgeber vor. Den Abbau der organischen Wasserinhaltsstoffe übernehmen dabei speziell gezüchtete Bakterien. Genau diese Abwasser-Aufbereitung erlernen angehende Chemiekanten, Biotechniker oder Verfahrenstechniker unter anderem am "Institut für Berufliche Fachrichtungen - Chemietechnik" der TU Dresden.


"Bei uns müssen die Auszubildenden und Studenten nicht mehr Becherglas-Experimente erlernen. Sie können diese per Computer in einer Modellanlage durchführen", berichtet der Dresdner Wissenschaftler Dr. Hans Schneider. Moderne Lernformen werden durch die im Institut für Berufliche Fachrichtungen entwickelte und auf die Bedürfnisse von Bildungseinrichtungen zugeschnittene Anlage unterstützt. Entwickelt wurde diese Anlage von Informationstechnikern, Verfahrenstechnikern, Chemikern und Berufspädagogen. Die Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse vom 22. bis 27. Mai 2000 auf der "Achema" in Frankfurt/Main (Halle 1.2, Stand B13-18).

Das Kernstück dieser Anlage ist eine Software, die erlaubt, Messwerte von Messgeräten unterschiedlicher Hersteller parallel zu verarbeiten. Aufgearbeitet werden dabei Messwerte wie der pH-Wert des Abwassers, die Temperatur oder der Sauerstoffgehalt. Die Ergebnisse stehen der Standardsoftware wie Tabellenkalkulationen oder Datenbanken zur weiteren Verfügung. Gleichzeitig stellt die Software eine aktive Benutzeroberfläche bereit, so dass vom Monitor aus alle Prozesse zu steuern sind. Ein Mausklick genügt, und die Ventile, Pumpen, Heizer oder Rührer können geschaltet werden. "Prinzipiell", so Schneider, "könnte diese Software weiterentwickelt werden, um sie dann als Kontrollmessgerät in einem Ökohaus einzubauen."

Informationen: TU Dresden, Institut für Berufliche Fachrichtungen, Professor Peter Storz, Dr. Hans Schneider, Dipl.-Ing. Mirko Wolf, Dipl.-Chem. Frank Scholz Telefon (03 51) 4 63-49 84/27 30, Fax (03 51) 4 63-30 20, e-mail: Hans.Schneider@Mailbox.tu-dresden.de, Internet: http://www.tu-dresden.de/erzw/inst5/CT/BFCTHTML.htm
oder vom 22. bis 27. Mai 2000 auf der "Achema" in Frankfurt/Main, Halle 1.2, Stand B13-18, Gemeinschaftsstand "Forschungsland Sachsen", Telefon (0 69) 74 41 05.

Dresden, Mai 2000
Birte Urban, Telefon (03 51) 4 63-69 09

Weitere Informationen:


Birgit Berg, Technische Universität Dresden
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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