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Fraunhofer-Institut für Angewandte..., 14.02.03

Das kann sich sehen lassen!

Raum- und Bühnengestaltung mit echten und virtuellen Objekten. Für Theater, Film, Musikveranstaltungen und Events. FIT präsentiert die erste Mixed Reality Stage auf der CeBIT 2003.

Das Planen von Events, einer Musikveranstaltung oder einer Bühnenshow ist heute die Arbeit von Spezialisten. Dabei müssen viele Parameter berücksichtigt werden: Kundenwünsche, technische Machbarkeit und vor allem die Kosten. Ein großer Zeit- und damit Kostenfaktor ist dabei der kooperativ-kreative Planungsprozess des Teams. Viele Diskussionen und falsche Ansätze würden vermieden, wenn Planungen und Ideen schnell in realiter sichtbar wären.

Dafür hat Fraunhofer FIT hat im Rahmen des Projekts mqube eine Mixed Reality Stage entwickelt. Kern der Stage ist ein realer Bühnennachbau inklusive kompletter Lichttechnik im Maßstab 1:4. In der Mixed Reality Stage werden nun Aufbauten und Raumelemente ebenso virtuell simuliert wie die Positionen und Bewegungen von Figuren. Mehrere Benutzer können gemeinschaftlich in der Augmented Reality Umgebung arbeiten. Dazu werden dreidimensionale Darstellungen und Informationen in Projektionsbrillen eingeblendet, durch die man auf die reale Modellbühne schaut. Die virtuellen Objekte können von allen Beteiligten durch Stellvertreterobjekte von Hand verschoben oder verändert werden. Auch komplexe Änderungen an der Raum- und Licht-Inszenierung in der Modellbühne können auf diese Weise praktisch ohne Zeitverlust umgesetzt werden.

"Für unsere Kunden ist die Bühne ein unschätzbarer Vorteil, denn sie sehen sofort die Ergebnisse. Die Lichtshow wird komplett simuliert und die Steuersignale gespeichert. Vor Ort werden die Daten dann die Lichtsteuerung eingelesen und die Show beginnt", so Helmut Protte, Operations Manager des Projektpartners FOUR TO ONE : scale design.

Die Technik hinter dem System ist komplex. Es muss zu jedem Zeitpunkt Position und Blickrichtung der Benutzer kennen, die Positionen und Bewegungen der Stellvertreter-Objekte registrieren und Einblendungen in den Projektionsbrillen perspektivisch fehlerlos darstellen. Die animierten Computerbilder und -figuren müssen sich realistisch verhalten.

"Das Projekt ist eine stete technische Herausforderung. Auf vielen Gebieten konnten wir jedoch bereits sehr gute Resultate erzielen - insbesondere in den Bereichen innovativer Tracking-Technologie und der Charakter-Animation", kommentiert Dr. Wolfgang Broll, der Leiter der Forschungsgruppe bei FIT.

FIT präsentiert die Mixed Reality Stage auf dem CeBIT Gemeinschaftsstand der Fraunhofer Gesellschaft,
Halle 11, A 24.

Weitere Informationen:


Alex Deeg, Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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